mehramsee drückt aufs Tempo

Vorarlberg / 21.11.2019 • 19:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Initiative fordert mehr Verbindlichkeit beim Bahnausbau.

Bregenz Das Abkommen der schwarz-grünen Landesregierung scheint derzeit eine begehrte Lektüre zu sein. Auch die Initiative mehramsee hat sich das knapp 90-seitige Werk genauer angeschaut. „Es freut uns grundsätzlich, dass unsere jahrelangen Bemühungen für die dringend notwendigen Investitionen in den Ausbau der Bahngleise den Weg in das Regierungsübereinkommen gefunden haben“, resümiert der mehramsee-Vorsitzende Pius Schlachter, fordert zugleich aber auch mehr Verbindlichkeit sowie Tempo bei der Planung ein. Insbesondere Letztere müsse gesamtheitlich erfolgen und ein zweigleisiges unterirdisches Bahnnetz sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr im nördlichen Rheintal bis zur deutschen Grenze beinhalten. „Im Regierungsübereinkommen ist allerdings irritierender Weise sowohl von einem zweiten Gleis in Grenzgebieten als auch von einer eigenen Güterverkehrstrasse die Rede“, merkt Schlachter an.

Die Verantwortlichen vom mehramsee plädieren für die Aktualisierung der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2002, die die unterirdische Streckenführung durch Bregenz und den seeseitigen Pfänderhang bis Lochau/Leiblach als Bestvariante ausgewiesen habe. Darüber hinaus müssten raumplanerische Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, die eine solche Trassenführung ermöglichen und ein Finanzierungskonzept erstellt werden, das auch ergänzende Finanzierungsquellen zur öffentlichen Hand untersucht.

„Es ist sowohl von einem zweiten Gleis als auch von einer Güterverkehrstrasse die Rede.“