Aktion scharf an der Grenze

Vorarlberg / 24.11.2019 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Beamten bekamen es mit zahlreichen Delinquenten zu tun. Symbolbild
Die Beamten bekamen es mit zahlreichen Delinquenten zu tun. Symbolbild

An der Kontrolle waren Vorarlberger und Lindauer Polizisten beteiligt.

Lindau Achtung, Großkontrolle! Sechs Stunden lang nahmen Polizisten aus Bayern und Vorarlberg in der Nacht auf Freitag den Grenzverkehr zwischen Hörbranz und Lindau-Zech ins Visier. Zweimal schlug das Fahndungssystem an, in drei Fällen waren Drogen im Spiel.

Zunächst roch es im Kofferraum eines jungen Ostallgäuers verdächtig nach Marihuana. Laut Polizei konnten sich sowohl der Fahrer als auch seine aus dem Raum München stammenden Begleiter den Geruch zunächst nicht erklären. Die Durchsuchung des vollgepackten Autos sorgte dann allerdings für Klarheit. Nach und nach wurden insgesamt drei Tütchen mit Marihuana zutage gefördert, woraufhin sich der 22-Jährige als Besitzer outete. Deutlich schneller gab sich anschließend ein 30-jähriger Deutscher vom Untersee geschlagen. Der Insasse eines Kleinbusses sei bereits zu Beginn der Kontrolle auffällig nervös gewesen, schildert die Polizei in einer Aussendung. Bei der Befragung durch die Beamten gab er unumwunden zu, etwas Marihuana dabei zu haben. Ähnlich verhielt es sich mit dem Beifahrer eines Sportwagens aus dem Raum Kempten. Auffällige Nervosität und Zittern machten es auch hier den Polizisten nicht allzu schwer. In allen drei Fällen erfolgte eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes. Die Drogen wurden sichergestellt.

Gesuchte Polin

Bei der obligatorischen Überprüfung der Reisenden in den Fahndungssystemen landeten die Polizisten zwei Treffer. Bei einer jungen Frau aus Polen, die nach Vorarlberg einreisen wollte, wurde demnach eine deutsche Fahndungsnotierung aus Rheinland-Pfalz wegen Diebstahls festgestellt. Das strafverfolgende Amtsgericht in Worms hatte die Dame zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Auch die Kriminalpolizei der Domstadt meldete in der seit April aktiven Fahndung ihr Interesse an der Erreichbarkeit der 25-Jährigen an. Die Polin war laut Polizei auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Eine Stunde später schlug das Fahndungssystem erneut an. Das Fürstentum Lichtenstein hatte im Schengener Informationssystem einen Fahndungshinweis in Zusammenhang mit den Ausweispapieren eines Schweizers hinterlegt. Durch die internationale Fahndung überprüften die Polizisten die Identität des Reisenden und hielten Rücksprache mit den Schweizer Kollegen. Am Ende wurde aber auch ihm die Weiterreise gestattet. Das Resümee der Polizei: „Ohne nennenswerte Verkehrsbehinderungen aber mit zahlreichen freundlichen Bemerkungen der Reisenden wurde die länder- und behördenübergreifende Kontrollaktion kurz vor Mitternacht beendet.“