Mit Aufmerksamkeit und Courage gegen Gewalt an Frauen

Vorarlberg / 24.11.2019 • 18:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz „Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Zivilcourage, ein starkes gesellschaftliches Bewusstsein und verstärkte Information über die vorhandenen Hilfsangebote – all das ist notwendig, damit künftig weniger Frauen zu Gewaltopfern werden.“ Das betont Landesrätin Katharina Wiesflecker anlässlich der heurigen „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Der Aktionszeitraum vom 25. November bis 10. Dezember wird wieder weltweit genutzt, um das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen möglichst breit zu thematisieren.

Die Fakten: Von den Frauen ab 15 in Österreich ist jede fünfte von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. 15 Prozent mussten Stalking erleben und erleiden, 35 Prozent eine Form der sexuellen Belästigung. Von psychischer Gewalt durch ihren (Ex-)Partner sind 38 Prozent der Frauen betroffen. Von 70 Menschen, die 2018 in Österreich ermordet wurden, waren 41 Frauen.

Bei der Vorarlberger Gewaltschutzstelle waren im Vorjahr von 616 Hilfesuchenden 543 Frauen. Die Tatausübenden sind zu 91 Prozent männlich. Es wurden 244 Betretungsverbote verhängt. In der Frauennotwohnung des Instituts für Sozialdienste haben im vergangenen Jahr 70 Frauen mit 78 Kindern Zuflucht gefunden.

„Es hat in den letzten Jahrzehnten viele Verbesserungen gegeben. Trotzdem ist Gewalt an Frauen und Kindern noch immer tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Deshalb dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, das Thema offen anzusprechen und engagiert und mutig gegen Gewalt vorzugehen“, bekräftigt Landesrätin Katharina Wiesflecker.

Infos und Anmeldungen zu Veranstaltungen „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ unter Tel. 05-1755-535, E-Mail gewaltschutzstelle@ifs.at