Schlägerei im Event-Center

Vorarlberg / 24.11.2019 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auch Polizisten wurden von dem Beschuldigten angegriffen.

Hohenems Die Abschiedsshow von DJ Staub.Sepp im Tennis-Event-Center ist für mindestens zwei Besucher blutig zu Ende gegangen. Die Freundin des Opfers schildert den Vorfall, der sich in der Nacht auf Sonntag zutrug, in den sozialen Medien unter anderem so: „Mein Freund wurde an der Bar grundlos zu Boden geschlagen. Ihm wurde ein massives Horn am Augenlid zugefügt, einige Zähne wurden sehr beschädigt.“ Der Täter („dunkle Hautfarbe, dunkle Haare, schlank, dunkel gekleidet“) sei anschließend hastig in Richtung Ausgang gerannt. „Er müsste von den Haaren weg bis zum Bauchnabel nass gewesen sein, da ich ihm mein Getränk in die Augen schüttete“, schreibt sie weiter. Außerdem soll seine Nase geblutet haben, „da ich meinte, ihm eine verpasst zu haben“.

Nachdem die Schlägerei angezeigt wurde, traten gegen Mitternacht mehrere Beamte der Polizeiinspektion Hohenems in Aktion. Vor Ort stießen sie unter anderem auf einen Mann aus Dornbirn, der augenscheinlich verletzt und alkoholisiert war. Laut Polizei weigerte sich der 28-Jährige, seine Personalien bekannt zu geben und Angaben zum Sachverhalt zu machen, außerdem versuchte er zu flüchten, konnte aber von den Beamten zurückgehalten werden. „Im Zuge dessen wehrte sich der Mann aktiv gegen die Amtshandlung und versuchte, einen Beamten mit der Hand zu schlagen“, berichtet die Landespolizeidirektion in einer Aussendung. Der Polizist konnte offenbar noch rechtzeitig ausweichen. Der 28-jährige wurde in der Folge festgenommen, wehrte sich aber weiter und trat mit den Füßen mehrfach gegen die Beamten. Ein im Anschluss durchgeführter Alkotest zeigte einen Wert von 1,5 Promille an. Der Beschuldigte wurde auf freiem Fuß wegen des Verdachts der versuchten schweren Körperverletzung und des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt. Inwieweit der Mann aus Dornbirn in die angezeigte Schlägerei und weitere Straftaten verwickelt ist, ist noch Gegenstand von Ermittlungen.