Kindersegen fällt wieder reichlich aus

Vorarlberg / 25.11.2019 • 18:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auf den Geburtshilfeabteilungen der Krankenhäuser war das ganze Jahr über wieder sehr viel los. vn/lerch
Auf den Geburtshilfeabteilungen der Krankenhäuser war das ganze Jahr über wieder sehr viel los. vn/lerch

Auch heuer wird die 4000er-Marke locker geknackt.

Schwarzach Es scheint, als ob sich die Geburtenzahlen im Land wieder beständig über der magischen 4000er-Marke stabilisieren würden. Zumindest ist im Moment kein gravierender Trend nach unten erkennbar. Darauf lassen die vorläufigen Entwicklungen in den Geburtshilfeabteilungen der vier Krankenhäuser schließen. Derzeit liegen die aktuellen Zahlen bis einschließlich Oktober vor. Verglichen mit dem Zeitraum des Vorjahres zeigt die Statistik ein zartes Minus von 0,49 Prozent. Das entspricht 98 Geburten weniger. Hochgerechnet auf das gesamte Jahre 2019 reduziert sich das Minus auf 0,41 Prozent oder 18 Geburten. Damit würden in Vorarlbergs Spitälern bis Jahresende 4338 Geburten gezählt, 2018 waren es 4356. Das Manko machen jedoch die Hausgeburten wett, von denen es bislang 27 gab. Laut Auskunft der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) erfolgte die Begleitung ausschließlich durch Wahlhebammen, im Vertragsbereich wurden keine Hausgeburten abgerechnet. Im vergangenen Jahr meldeten die Hebammen 25 Hausgeburten.

Sprung nach oben

Alle Jahre wieder stellt sich die spannende Frage nach dem Kindersegen. Erfreulicherweise geht es damit bergauf, nachdem die Geburtenrate vorher mehrere Jahre teils deutlich unter 4000 gesunken war. Die Wende kam 2014. Da kletterten die Zahlen erstmals nach der Flaute auf über 4000. Im Vergleich zu 2013 bedeutete das ein Sprung um stolze 6,83 Prozent. 2016 gab es mit plus 6,86 Prozent oder 4360 Geburten ebenfalls einen Babyboom. In den folgenden zwei Jahren pendelten sich die Zahlen bei rund 4300 Geburten ein. Das dürfte auch heuer der Fall sein, wobei es im Vergleich zum Vorjahr einen, jedoch nur geringen, Rückgang geben könnte, dies alles bezogen auf die Geburten im Spital.

LKH Bludenz im Aufwind

Im Aufwind befindet sich das Landeskrankenhaus Bludenz. 2018 verzeichnete es ein Minus an Geburten von 8,32 Prozent, heuer stehen die statistischen Sterne besser. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr könnte sich sogar ein Plus von gut vier Prozent ausgehen (538 Geburten). Das LKH Bregenz würde mit 1262 Geburten (plus 0,56 Prozent) annähernd gleich bleiben. Unter den Geburtsabteilungen der Landeskrankenhäuser hinkt bislang lediglich die Abteilung in Feldkirch nach. Hochgerechnete 1038 Geburten würden ein Minus von 4,33 Prozent bedeuten. 2018 gab es im Vergleich zu 2017 noch ein sattes Plus von 5,24 Prozent. Kleiner Trost: 2019 durfte sich Feldkirch über das Neujahrsbaby freuen. Einmal mehr schickt sich das Krankenhaus Dornbirn an, die geburtenstärkste Abteilung sein Eigen nennen zu können. Die Zeiger weisen auf 1500 Geburten. Das ist zwar eine Stagnation, aber auf hohem Niveau.

Mit 389 Geburten zählte der Jänner in den Krankenhäusern zum stärksten Monat in diesem Jahr, gefolgt vom Juli mit 382 und dem September mit 379 Geburten. Die wenigsten Geburten werden überwiegend im November registriert.  

Geburten in Spitälern

2016 4360 Geburten (plus 6,86 Prozent)

2017 4296 Geburten (minus 1,74 Prozent)

2018 4356 Geburten (plus 1,4 Prozent)

2019 4338 Geburten (minus 0,41 Prozent, vorläufig)