Land investiert in Familien

Vorarlberg / 26.11.2019 • 14:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Familienskitag am 12. Jänner 2020 ermöglicht Familien ein günstiges Skivergnügen. VN/LERCH

Mehr als sechs Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen.

Bregenz Die Unterstützung und Förderung von Familien wird auch im neuen Regierungsprogramm fortgeschrieben. Verschiedenste Maßnahmen dazu lässt sich das Land 6,4 Millionen Euro kosten, wobei 3,7 Millionen Euro in den Familienzuschuss fließen. Der liegt, je nach Einkommen, zwischen 47 und 500 Euro. Für 2020 kündigte Landeshauptmann Markus Wallner eine Indexierung an. Das lässt den Höchstbeitrag auf 505,20 Euro steigen. Laut Wallner ist der Familienzuschuss längst nicht mehr nur eine Zuwendung an sozial schwache Familien. „Er reicht mittlerweile bis weit in den Mittelstand hinein“, sagte Wallner nach der Regierungssitzung. Im vergangenen Jahr wurden 3,4 Millionen Euro für 1255 Kinder ausbezahlt.

Familienpass mit Mehrwert

Neben der finanziellen Entlastung investiert das Land auch weiterhin in Erziehungshilfen sowie Freizeitangebote für Familien. Schließlich gilt es, ein ambitioniertes Ziel zu erreichen. Bis 2035 soll sich Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder entwickeln. Starke Familien seien eine grundlegende Voraussetzung für die positive Entwicklung einer Region. Deshalb setze das Land in allen Gestaltungsbereichen auf größtmögliche Familienfreundlichkeit. Dazu gehört unter anderem der Familienpass. Mehr als 34.000 Familien, das sind knapp 80 Prozent aller Familien mit Kindern unter 18 Jahren, nützen ihn. 200 Partnerbetriebe bieten Ermäßigungen in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Kultur, Freizeit, Elternbildung, Sport und Erlebnis. Inzwischen wurde der Familienpass digital. Über eine App können alle Infos abgerufen werden. Neu ist, dass sich der Familienpass im Verbund mit der VVV-Jahreskarte jetzt auch als elektronischer Fahrausweis nützen lässt. Dazu wurde die Familienpass-App um die entsprechende Funktion erweitert. Das soll mehr Familien zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen.

Vernetzte Präventionskette

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau einer vernetzten Präventionskette in Gemeinden und Regionen. „Frühzeitiges Handeln spielt eine wichtige Rolle bei der Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen“, betonte Markus Wallner und erklärte die sukzessive Ausrollung des Projekts „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ auf das ganze Land zum besonderen Vorhaben. In diesem Zusammenhang sollen unter anderem Familientreffpunkte als wohnortnahe Anlaufstellen und Begegnungsorte entstehen. Im Budget sind dafür 200.000 Euro vorgesehen. Rund 280.000 Euro gibt es für das familieplus-Programm. Es geht darum, Gemeinden zu einem qualitätsvollen Lebensort für alle Menschen zu machen. 16 Gemeinden und die Regio Bregenzerwald mit 24 Gemeinden nehmen bereits daran teil, 2020 treten sieben Gemeinden an, um sich von einer Fachkommission begutachten zu lassen. Als Lohn winkt ein Gütesiegel.