Ein Denkmal für NS-Euthanasie-Opfer

Vorarlberg / 27.11.2019 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Denkmal von Udo Rabensteiner wurde beim ehemaligen Altenheim feierlich geweiht. Stadt
Das Denkmal von Udo Rabensteiner wurde beim ehemaligen Altenheim feierlich geweiht. Stadt

Erinnerung an bis zu 100.000 Getötete soll bleiben.

Hohenems Am Mittwoch wurde in Hohenems beim ehemaligen Altenheim ein vom Bildhauer Udo Rabensteiner gefertigtes Denkmal von Bischof Benno Elbs geweiht. Zwischen 1934 und 1945 wurden in NS-Deutschland und in NS-Österreich zwischen 70.000 und 100.000 Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Institutionen ermordet, die teils als „Heil- und Pflegeanstalten“ bezeichnet waren. Rund 400.000 Personen wurden Zwangssterilisierungen unterzogen. 13 Hohenemser wurden Opfer einer auf psychische Vernichtung abzielenden Behindertenpolitik, berichtete Bürgermeister Dieter Egger.

Das etwa 175 Zentimeter im Quadrat umfassende Denkmal aus Quarzsandstein durchziehen Risse, die die Platte in fünf Elemente teilen. Eines davon trägt die Inschrift „Im Gedenken an die Hohenemser Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie und Verfolgung“.

„Die Euthanasieopfer sollten aus jeder Erinnerung gelöscht werden“, wusste Offizial Walter Juen, ein Nachkomme eines Opfers, doch dieses Mahnmal erzähle vom Wert des Lebens und gebe den Opfern eine Stimme. tf