„Ich habe es nicht getan“

Vorarlberg / 28.11.2019 • 19:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Versuchter Mord: Verdächtige Pflegerin bleibt in Unter­suchungshaft.

Feldkirch Eine 50-jährige Frau, die in Riefensberg versucht haben soll, ihren 82-jährigen Nachbarn mit Medikamenten zu vergiften (die VN berichteten), bleibt nach einer Entscheidung in der Haftverhandlung am Donnerstag in Untersuchungshaft. Gegen die Frau wird weiter wegen versuchten Mordes ermittelt. Sie ist Mandantin von Rechtsanwalt Manuel Dietrich, der gegenüber den VN bestätigte, dass die Verdächtige weiterhin jede Schuld abstreitet. „Ich habe es nicht getan“, zitiert Dietrich seine Mandantin.

Über die 50-Jährige wurde bereits am 16. Oktober die Untersuchungshaft verhängt. Zu den Inhalten hielt sich das Gericht weiter bedeckt. Der 82-Jährige wurde Ende September mit akuten Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht. Im Blut des Mannes wurde demnach eine Überdosis an Schmerzmitteln festgestellt. Bei den Ermittlungen fiel der Verdacht auf die 50-Jährige, die den Nachbarn betreut.

Psychiatrisches Gutachten

Als Gegenleistung für ihre Pflegedienste soll der Senior die Frau und deren Sohn in seinem Testament mit seinem gesamten Erbe bedacht haben – auf Kosten seiner Angehörigen. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch nimmt an, dass die 50-Jährige ihren Nachbarn habe töten wollen, um schneller an das Erbe zu gelangen.

Rechtsanwalt Dietrich zur weiteren Vorgangsweise: „Die Ermittlungen sind noch im Gange. Es steht noch eine kontradiktorische Einvernahme der Beschuldigten mit dem Opfer durch die Staatsanwaltschaft aus. Außerdem wird ein psychiatrisches Gutachten über meine Mandantin erstellt.“ VN-GS

„Es steht noch eine kontradiktorische Einvernahme der Beschuldigten mit dem Opfer aus.“