So stehen die Chancen auf eine Dornbirner Markthalle

Regionalumfrage / 28.11.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Areal „Kleiner Luger“ ist nach wie vor Nummer-1-Standort für eine Markthalle. RHA

VN-Regionalumfrage: Vor drei Jahren wurde die Idee für eine Markthalle geboren. Noch keine Entscheidung, zwei Optionen.

dornbirn Bürgermeisterin Andrea Kaufmann bittet in Sachen Markthalle nach wie vor um Geduld. Das lange Warten auf eine Entscheidung hat handfeste Gründe: Die Stadtchefin will sich unbedingt eine breite Zustimmung in der Stadtvertretung sichern. Deshalb sollen die Fraktionen von der Notwendigkeit eines derartigen Projekts überzeugt werden. Wie die große Regionalumfrage der VN zeigt, würden nicht wenige Dornbirnerinnen und Dornbirner eine Markthalle im Zentrum begrüßen.

Als Standort würde sich das rund 12.000 m2 große Areal „Kleiner Luger“ in der Riedgasse, das die Stadt um rund 1,9 Millionen Euro gekauft hat, anbieten. Im Gespräch ist inzwischen auch ein unbebautes Grundstück nördlich der Dornbirner Sparkasse, wo sich einst die Weltlichtspiele befanden. Allerdings befindet es sich noch in Privatbesitz. Beide Grundstücke sind nur einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt.

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Bürgermeisterin nach wie vor für eine Markthalle stark macht. Ins Blaue bauen will sie allerdings nicht: Inzwischen wurden knapp 50 Markthallen in ganz Europa unter die Lupe genommen. Zwölf davon könnten von ihrer Größe her durchaus als Beispiele für Dornbirn dienen. Seit zwei Jahren liegt auch eine Studie des Büros Cima vor, die bestätigt, dass die Innenstadt ein idealer Standort für eine Markthalle wäre. Eine traditionelle einstöckige Markthalle wird es wohl nicht geben, denn dazu ist der Baugrund im engsten Zentrum zu teuer. Das heißt, dass mehrgeschoßig gebaut wird, um auch Platz für Wohnungen oder weitere Geschäftsflächen zu schaffen. Kaufmann ist jedenfalls überzeugt, dass ein überdachter, gegen Wind und Wetter geschützter Marktplatz mitten im Zentrum die Attraktivität der Innenstadt deutlich erhöhen würde und generell eine Bereicherung für Dornbirn wäre. Sie denkt dabei an eine Kombination von hochwertigen Verkaufsständen mit einem breiten gastronomischen Angebot als ideale Ergänzung der bestehenden Wochenmärkte.

So wie es derzeit ausschaut, wird die Stadtchefin erst nach der Gemeindewahl im März 2020 die Katze aus dem Sack lassen und entscheiden, ob ihr Lieblingsprojekt realisiert wird oder in der Schublade landet. Jedenfalls wurde bisher schon einiges Geld für Expertisen ausgegeben. RHA