amKumma sucht Platz für Altstoffsammelzentrum

Regionalumfrage / 29.11.2019 • 16:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Einer der zehn angedachten möglichen Standorte für ein gemeinsames ASZ AmKumma ist das Gebiet Götzis Kobel. EGLE

Standortfrage weiter offen. Großer Zuspruch im Rahmen der Regionalumfrage für gemeinsame Sammelstelle der Kummenberggemeinden.

Kummenberg Was in verschiedenen Regionen des Landes bereits umgesetzt ist, wie etwa am Hofsteig bzw. in Feldkirch, oder gerade kurz vor der Fertigstellung steht (wie etwa im Vorderland), soll nun auch für die Region amKumma realisiert werden: ein zentrales Altstoffsammelzentrum, bei dem die Bürger nicht mehr wie bisher die eher schmalen Öffnungszeiten der Bauhöfe abwarten müssen, sondern von Montag bis Samstag ihren Müll entsorgen können. Neben dem großen Vorteil der großzügigen Öffnungszeiten ergeben sich für die Gemeinden Synergieeffekte, wie etwa ein besserer Preis durch größere Abfallmengen. Zudem können so vor allem Problemstoffe zeitnah entsorgt, statt längere Zeit zu Hause gelagert werden. Das geplante Zentrum amKumma ist auch für die Bürger der Region ein wichtiges Anliegen, wie die laufende Regionalumfrage der Vorarlberger Nachrichten zeigt: Über 80 Prozent der Teilnehmer befürworten eine rasche Umsetzung und ebenfalls über 80 Prozent weitere gemeindeübergreifende Kooperationen zwischen den Kummenberggemeinden.

Prüfung von zehn Möglichkeiten

Bleibt nur noch die Frage nach dem passenden Standort. Eine nicht ganz einfach zu klärende Angelegenheit. Erstens ist das Gebiet relativ groß und zersiedelt, zudem ist es der Wunsch der Region, auch die Stadt Hohenems mit an Bord zu nehmen. Von dort gab es – ein geeigneter Standort vorausgesetzt – durchwegs positive Signale für eine gemeinsame Umsetzung. Eines ist aber vorweg schon klar: Es wird bei den Beteiligten durchaus auch Kompromisse geben müssen. Derzeit läuft die Prüfung von insgesamt zehn möglichen Standorten – sechs davon befinden sich in Gemeinde-, vier in Privatbesitz. Noch hält man sich bei der Nennung bedeckt, vorab durchgesickert sind mögliche Standorte im Bereich des islamischen Friedhofs/Götzis Kobel (Nachteil: Landesgrünzone und weite Entfernung für Koblach) oder im Betriebsgebiet der ehemaligen Ziegelei Mettauer (hier hat Hohenems aufgrund der Entfernung Bedenken angemeldet). Die VN hat berichtet.

Viele Interessen unter einen Hut

Auf jeden Fall müssen vor einer endgültigen Standortfestlegung Machbarkeitsanalysen durchgeführt werden. Es geht nicht nur um Kosten, sondern auch um Erreichbarkeiten mit Pkw bzw. Lkw usw. Wie es von der Region heißt, hat jeder Standort Vor- und Nachteile – als Ziel hat man aber vor Augen, die Interessen möglichst vieler unter einen Hut zu bringen. Begleitet wird die Entscheidungsfindung vom Büro Rosinak und Partner, bis Ende 2020 soll dies nicht nur erledigt, sondern auch schon die entsprechende Beschlüsse der Gemeinden erfolgt sein. In der Folge startet dann ein Architekturwettbewerb, der genaue Zeitplan für die Umsetzung ist noch offen. Am Ende soll aber auf jeden Fall ein modernes, gut erreichbares Abfallsammelzentrum für die Region stehen. CEG