Wie mit Wegerecht die Landesgrünzone erhalten bleiben soll

Regionalumfrage / 29.11.2019 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Mitglieder des Vereins Bodenfreiheit und der Initiative Ludesch bei der Präsentation des neuen Modells.  VN/JLO

Verein für Bodenfreiheit mit neuem Modell gegen Bodenverbrauch.

ludesch Erst vor Kurzem konnte sich die Initiative Ludesch bei der Abstimmung bezüglich Umwidmung von Grünflächen durchsetzen. Um es künftig gar nicht mehr bis zur Abstimmung kommen zu lassen, wurde nun im Ludescher Neugut vom Verein Bodenfreiheit ein neues Modell zum Erhalt der Landesgrünzone präsentiert.

Mittel zum Zweck

„Eine unserer bisherigen Strategien war es, Flächen in der Landesgrünzone anzukaufen“, informiert dabei Kerstin Riedmann vom Verein Bodenfreiheit. „Als Nicht-Landwirte war es aber schwierig, landwirtschaftliche Flächen zu erwerben.“ Mit der neuen Strategie wird nun diese Problematik umgangen, weiter kann der Verein zu einem Bruchteil des Kaufpreises eine Fläche langfristig erhalten.

„Die Idee ist, dass wir die Flächen in der Landesgrünzone künftig mit dem Kauf von Dienstbarkeiten sichern“, führt Vereinsobmann Martin Strele weiter aus. „So werden wir künftig von interessierten Landwirten und Eigentümern auf 50, 100 oder unbegrenzt viele Jahre das Wegerecht kaufen.“ Der Preis variiere zwischen einem und zehn Prozent des Verkaufpreises. Durch diese Maßnahme solle künftig verhindert werden, dass Firmen ein Grunstück aufkaufen, dieses umwidmen und anschließend erweitern. Der erste Schritt wurde nun in Ludesch in Kooperation mit der Initiative Ludesch durchgeführt.

Walter Zerlauth, Mitglied der Initiative, veräußerte als erster sein Dienstrecht und sorgte somit dafür, dass ein knapp 30.000 Quadratmeter großes Gebiet für die künftigen 50 Jahre nicht angetastet werden kann. „Interessierte sind herzlich eingeladen, diesem Beispiel zu folgen“, sagt Riedmann. Als Startschuss für das neue Modell wurde im Neugut ein Stein mit der eingravierten Inschrift „Grünzone, in Stein gemeisselt“ platziert.