„Ältere Menschen sind besonders dankbar“

Vorarlberg / 01.12.2019 • 20:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Ma hilft“-Patin Marlies Müller weiß, wo die Not zu Hause ist.

Schwarzach Sie fährt landauf und landab, sie kehrt dort zu, wo Hilfe gebraucht wird und bringt Hoffnung, wo diese verschwunden scheint: Marlies Müller, „Ma hilft“-Koordinatorin ist Woche für Woche, oft Tag für Tag unterwegs, um Menschen zu helfen.

Was sie an aktuellen Entwicklungen beobachtet? „Die Not trifft immer häufiger ältere Menschen, die vom Existenzminimum leben müssen. Es sind Menschen, die ihre Armut oft schweigend und demütig ertragen. Sie sind ganz besonders dankbar, wenn wir ihnen schnell und unbürokratisch helfen“, berichtet die gute Fee von „Ma hilft“.

Für ältere Menschen ist es oft in hohem Maße erniedrigend, ihren Lebensabend in Armut zu verbringen. „Wer mit einer Mindestrente über die Runden kommen muss, dem darf nichts passieren. Geht im Haushalt etwas Wichtiges kaputt, sind die Probleme schon da“, weiß Müller. Schnelle und problembezogene Hilfe kann in einer solchen Situation das Leben um vieles leichter machen. Und genau das ist einer der großen Vorzüge von „Ma hilft“. Die VN-Sozialaktion agiert unbürokratisch, die Unterstützung kommt rasch, persönliche Daten bleiben geschützt.

Die schönen Momente

Zu einer stets größer werdenden Gruppe von Sorgenkindern gehören laut Marlies Müller auch alleinstehende Männer, für die sich durch verschiedenste Umstände das Leben dramatisch verändert hat. „Krankheit, Jobverlust, Scheidung: Auf einmal ist ein geordnetes Leben aus den Fugen und existenzielle Not allgegenwärtig“, weiß die „Ma hilft“-Patin.

Die schönen Momente für sie sind jene, „wenn ich miterleben darf, wie unsere Hilfe eine Situation  zum Guten verändert“.