Weidachspange muss noch warten

Vorarlberg / 02.12.2019 • 19:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über diese Wiese neben der OMV-Tankstelle soll die Weidachstraße mit der Arlbergstraße (L 190) verbunden werden. VN/Paulitsch
Über diese Wiese neben der OMV-Tankstelle soll die Weidachstraße mit der Arlbergstraße (L 190) verbunden werden. VN/Paulitsch

Baustart 2020? Landesstraßenbauamt bremst den Optimismus der Stadt Bregenz.

BRegenz Im Bregenzer Voranschlag ist die „Weidachspange“ mit 550.000 Euro schon fix eingeplant. „Wir sind bereit, das Projekt 2020 anzugehen. Ich hoffe, unsere Partner sind das auch“, sagte Bürgermeister Markus Linhart (60) unlängst beim Budget-Pressegespräch. Beim Landesstraßenbauamt ist man diesbezüglich nicht ganz so optimistisch.

Die Weidachspange war bereits im städtischen Flächenwidmungs­plan des Jahres 1981 Thema. Der Begriff steht für eine direkte Verbindung zwischen Weidachstraße und Arlbergstraße (L 190). Der Plan: Um den neuralgischen Ver­kehrsknotenpunkt beim Joka-Hoch­haus zu entschärfen, soll nach der OMV-Tankstelle eine neue Kreuzung geschaffen werden. Der erste Schritt in Richtung Umsetzung wurde im Sommer 2018 gesetzt. Damit es künftig nur einen Kreuzungspunkt gibt, ließ die Stadt die Wälderstraße rund 30 Meter weiter nach Norden verlegen. Anfang Februar 2019 teilte der Bürgermeister dann mit: „Intensive Gespräche zwischen der Stadt, dem Land und der Illwerke-VKW-Gruppe als Grundeigentümerin haben die Realisierung des Gesamtpro­jekts jetzt ein gewaltiges Stück weitergebracht.“

„Nicht realistisch“

Dass die zweite und entscheidende Bauetappe wie von der Stadt angepeilt im kommenden Jahr erfolgt, hält Gerhard Schnitzer, Leiter der Abteilung Straßenbau, allerdings für nicht realistisch. „Daher sind vonseiten des Landes für das kommende Jahr auch keine Budgetmittel dafür vorgesehen“, verweist er auf Grundablösen, die noch zu tätigen sind. Neben der Illwerke-VKW-Gruppe sei davon auch die Tankstelle betroffen. „Da sind noch entsprechende Verhandlungen zu führen“, erläutert Schnitzer.

Das Projekt Weidachspange wird von Stadt und Land nach einem noch auszuhandelnden Schlüssel gemein­sam finanziert. Das Straßenstück, das sich zwischen Weidachstraße und Joka-Hochhaus befindet, will Bregenz im Zuge dessen auf eigene Kosten zurückbauen.

Bäckerei-Pläne

Auch die Bäckerei Kloser hat Pläne an der Bregenzer Arlbergstraße. Derzeit befinden sich die Produktionsstätten links und rechts des sogenannten Schnabelgässeles. Angedacht ist laut Linhart ein Neubau oder eine Sanierung des Gesamtareals. „Wenn dieses Szenario so kommt, würde das Schnabelgässele aufgelassen. Wir sind bemüht, dort einen Rad- und Gehweg einzurichten. Die Pkw-Verbindung wäre dann entlang der Verlängerung der Weidachstraße“, merkt der Bürgermeister an. VN-ger