Ernst Blum hat eine Nachfolgerin

Vorarlberg / 03.12.2019 • 19:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schneider möchte Blum ins Bürgermeisteramt nachfolgen. FWG
Schneider möchte Blum ins Bürgermeisteramt nachfolgen. FWG

Der langjährige FPÖ-Bürgermeister Blum hört auf. Nachfolgerin soll Elisabeth Schneider werden.

Fußach Wer ein Paradebeispiel für die Bezeichnung „Langzeitbürgermeister“ sucht, wird bei Ernst Blum fündig. Seit 1993 sitzt Blum auf dem Bürgermeistersessel in Fußach. Damit ist nun Schluss. Der FPÖ-Politiker verlässt die Bühne, 27 Jahre im Amt sind genug. Seine Ortsgruppe, die freie Wählergemeinschaft (FWG) Fußach, nominiert Gemeindevertreterin Elisabeth Schneider als Nachfolgerin. Die 50-Jährige tritt bei der Wahl am 15. März 2020 für die FWG als Bürgermeisterkandidatin an, wie die Partei in einer Aussendung bekannt gab.

Fünf Jahre im Landtag

Blum wurde 1990 erstmals in die Gemeindevertretung gewählt, die Karriereleiter stieg er schnell nach oben: 1992 bereits im Gemeindevorstand, wurde er 1993 Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister. Der Landespolitik blieb er vorerst fern. Erst im Jahr 2000 trat er der FPÖ bei, 2002 rückte in den Landesparteivorstand auf. Bei der Landtagswahl 2009 trat er für die FPÖ an und schaffte den Einzug in den Landtag. Fünf Jahre lang war Blum Abgeordneter und Sozialsprecher der FPÖ im Landtag. 2014 konnte er das Mandat nicht verteidigen, weshalb er nach einer Legislaturperiode wieder aus dem Landtag ausschied. Nun verlässt er auch das Rathaus.

Schwierige Suche

Es sei schwierig gewesen, eine Nachfolgerin zu finden, schreibt Blum in der Aussendung. „Die stetig steigenden Herausforderungen, die es gilt als Bürgermeister zu bewältigen, macht die Entscheidung, sich zur Verfügung zu stellen, nicht leicht.“ Am Ende wurde doch jemand gefunden: „Umso erfreulicher ist es, dass sich Elisabeth Schneider bereit erklärt hat, sich dieser Aufgabe zu stellen.“

Schneider ist Landesbedienstete und seit zehn Jahren in der Fußacher Gemeindevertretung. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Schneider liegen vor allem die Themen Soziales, Familie, Kinderbetreuung, Sport, Kultur und Frauenförderung am Herzen, wie sie betont, und fügt an: „Ich freue mich auf die zukünftigen Herausforderungen und werde mich mit voller Kraft für die Fußacherinnen und Fußacher einsetzen.“