Gelebte und ausgezeichnete Inklusion

Vorarlberg / 03.12.2019 • 18:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Abordnung der Volksschule Ludesch bei der Überreichtung des Inklusionspreises in Wien.Schule
Die Abordnung der Volksschule Ludesch bei der Überreichtung des Inklusionspreises in Wien.Schule

Volksschule Ludesch heimst nächsten Preis ein. Inklusives Projekt „Vielfalt macht Schule“ in Wien ausgezeichnet.

Ludesch Mit ihren innovativen Konzepten hat die Volksschule Ludesch in der Vergangenheit bereits mehrfach für positive Schlagzeilen gesorgt. So ging etwa der erste Platz beim Vorarlberger Schulpreis 2017 an die Oberländer Bildungseinrichtung. Ein Jahr zuvor hatte die Schule bereits den zweiten Platz beim Österreichischen Schulpreis 2016 eingeheimst. Nun legte die VS Ludesch mit dem Gewinn des Inklusionspreises 2019 quasi nach. Das inklusive Projekt „Vielfalt macht Schule“ wusste die Expertenjury zu überzeugen. Für die Schule einmal mehr Bestätigung für den bereits vor Jahren eingeschlagenen Weg.

Wichtiger Blick von außen

„Die Auszeichnung zeigt, dass Inklusion auch bei uns in Vorarlberg sehr gut funktioniert“, freut sich Direktorin Simone Kots. An ihrer Schule ist Inklusion schon lange ein Schwerpunktthema, betont die Direktorin, der die ständige Weiterentwicklung ihrer Schule sehr am Herzen liegt. Es gehe nicht darum, einen Preis nach dem anderen zu gewinnen. Der Fokus liege darauf, Rückmeldungen von außen zu bekommen und Verbesserungspotenziale auszuschöpfen. „Schule muss ständig in Bewegung bleiben und auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren. Daher ist es ganz entscheidend, das Schulkonzept regelmäßig zu überdenken und zu adaptieren“, führt die Schulleiterin aus. Entscheidend sei es, sich an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren, so Kots. Die altersgemischten Klassen und der damit einhergehende personalisierte Unterricht haben sich aus Sicht der Direktorin als sehr zielführend erwiesen. „So hat jedes Kind seinen Platz an der Schule und kann sich individuell entfalten“, ist sie überzeugt. 

Getragen werde das Ganze von ihrem engagierten Lehrerkollegium, ist sich die Schulleiterin bewusst, dass sie auf ihr multiprofessionelles Team, bestehend aus knapp 20 Lehrpersonen, drei Sozialpädagogen und einem Praktikanten der Kathi-Lampert-Schule, bauen kann. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor sei es, sowohl Eltern als auch die Gemeinde mit im Boot zu wissen. Zudem seien die Rahmenbedingungen, die uns hier in Vorarlberg geboten werden sehr gut, hält die Schulleiterin fest, dass ohne die nötige Gestaltungsfreiheit vieles nicht möglich wäre.

Großer Wert wird an der VS Ludesch auch auf die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Praxis gelegt. „Neben dem Wohlbefinden der Kinder wird durchaus nicht auf eine gewisse Leistungsanforderung vergessen“, versichert die Direktorin. VN-JS