Kinder im Straßenverkehr zunehmend gefährdet

Vorarlberg / 04.12.2019 • 22:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kinder haben immer Vorrang, auch auf dem sogenannten „unsichtbaren Schutzweg“, der nicht gekennzeichnet ist. KfV
Kinder haben immer Vorrang, auch auf dem sogenannten „unsichtbaren Schutzweg“, der nicht gekennzeichnet ist. KfV

Starke Steigerung von jungen Verkehrsopfern im Jahr 2019.

Schwarzach, wien Die Anzahl der in Österreich verunfallten Kinder im Straßenverkehr ist seit dem Jahr 2015 um alarmierende elf Prozent angestiegen. Oft ist das Queren von Straßen für Kinder gefährlich.

Dabei gilt für Kinder immer der sogenannte „unsichtbare Schutzweg“: Sie haben immer und überall Vorrang – aber wie sieht die Realität aus? Analysen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) zeigen: mindestens 100.000 Kinder pro Tag können einen Schutzweg nicht sicher queren.

780 zu Fuß gehende Kinder wurden im Jahr 2018 im österreichischen Straßenverkehr verletzt – die überwiegende Mehrzahl von ihnen bei der Querung einer Straße. Von Jänner bis Ende November 2019 sind 15 Kinder auf Österreichs Straßen getötet worden, davon waren sieben als Fußgänger unterwegs. „Damit sind im heurigen Jahr bereits mehr Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen als in den letzten beiden Jahren zusammen“, erklärt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV die alarmierenden Zahlen.

Um den Schutz der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen bedarf es nicht nur einer kindgerechten Verkehrsplanung, sondern der Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. „Erwachsene sollten sich ihrer Vorbildrolle bewusst sein. Besonders Eltern und Pädagogen nehmen eine bedeutende Rolle ein, wenn es um das Einüben des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr geht“, so Robatsch. Auch helle, gut sichtbare, reflektierende Kleidung kann zur Sicherheit des Kindes im Straßenverkehr beitragen.