Nahversorgung langfristig sichern

Vorarlberg / 04.12.2019 • 18:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Künftig soll es auch in Gargellen einen MPreis geben. mpreis
Künftig soll es auch in Gargellen einen MPreis geben. mpreis

Im Ortskern von Gargellen soll ein Mehrfamilienhaus samt Nahversorger entstehen.

St. Gallenkirch Die Sicherung und Aufrechterhaltung der Nahversorgung stellt Gemeinden im ländlichen Raum regelmäßig vor Herausforderungen. Aktuelles Beispiel ist die Gemeinde St. Gallenkirch. Im Ort Gargellen sieht der im Haus Valisera untergebrachte Sparmarkt in naher Zukunft seinem Ende entgegen. Ein Wechsel der Besitzverhältnisse hat dazu geführt, dass der Nahversorger bis spätestens 2021 einer Restauranterweiterung zum Opfer fallen wird. Aus diesem Grund ist man im Rathaus seit rund einem Jahr darum bemüht, an einer gütlichen Lösung zu arbeiten, um die Nahversorgung im Tourismusort langfristig zu sichern.

„Ein Nachfolgeprojekt ist sehr wichtig für Gargellen“, macht Bürgermeister Josef Lechthaler gegenüber der VN-Heimat keinen Hehl daraus, dass das Projekt oberste Priorität hat. Diese Meinung wurde durch den einstimmigen Gemeindebeschluss in der jüngsten Sitzung bestätigt. 

Auf einem knapp 1800 Quadratmeter großen Grundstück im Ortskern, das derzeit als Parkplatz genutzt wird, soll nun in Kooperation mit der Wohnbauselbsthilfe eine Art Wohnbau- und Nahversorgungsprojekt entwickelt werden. Für das Grundstück, das sich laut dem Bürgermeister im Besitz der langjährigen Sparbetreiberin Monika Rhomberg befindet, besteht seitens der Wohnbauselbsthilfe bereits eine Kaufoption.

MPreis mit im Boot

Laut Lechthaler soll der Nahversorger durch die Gemeinde errichtet und dann vermietet werden. „Die Firma MPreis wäre daran interessiert hier einen miniM anzusiedeln“, informiert der Gemeindechef, der von einer Verkaufsfläche von rund 180 Quadratmetern spricht. Gleichzeitig würde der Soziale Wohnbauträger für die Errichtung der darüber befindlichen Wohnungen verantwortlich zeichnen. Derzeit ist man mit der Konzepterstellung beschäftigt. Für Gargellen wäre es im Übrigen der erste soziale Wohnbau im Ort. Bis dieser steht, gibt es aber noch einige Fragen abzuklären VN-JS