AK kritisiert: „Provisionen rechtswidrig“

Vorarlberg / 05.12.2019 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Arbeiterkammer klagt über Vorgehensweise mancher Wohnbaufirmen.

Feldkirch Laut der Arbeiterkammer (AK) müssen immer mehr Konsumenten wegen widerrechtlicher Provisionszahlungen gegen Makler vor Gericht. Es würden Tausende Euro Provision kassiert, obwohl zwischen Makler und Vermieter ein wirtschaftliches Naheverhältnis besteht. Das Gesetz sieht vor, dass der Konsument schriftlich auf dieses Naheverhältnis hingewiesen wird. Dieses Gesetz würde jedoch in vielen Fällen nicht eingehalten werden. Die Kritik richtet sich vor allem gegen zwei Firmengruppen. So habe beispielsweise ein Maklerbüro eine Wohnung einer Vorarlberger Privatstiftung vermittelt. Beide Firmen gehören zur selben Vorarlberger Immobiliengruppe. Die AK kritisiert, dass auf das Naheverhältnis nicht hingewiesen worden sei. Im Fokus der AK steht hier besonders die Firmengruppe Hefel. So habe die „smart home bauconsulting“ eine Wohnung der „Familie Hefel Privatstiftung“ vermittelt. Beide Firmen gehören zur Hefel Immobiliengruppe. Als es zu einem Prozess kam, sei die „smart home bauconsulting“ dem Urteil dadurch entgangen, weil sie die Provision doch noch zurückzahlte. Hefel-Geschäftsführerin Graziella Hefel wehrt sich gegen die Vorwürfe: Es sei laut Gerichtsurteil lediglich der Verweis auf das wirtschaftliche Naheverhältnis zwischen firmeneigenen Maklern und firmeneigenen Vermietern zu wenig deutlich gewesen, wird Hefel im „ORF Vorarlberg“ zitiert.