Bregenz muss Darlehen aufnehmen

Vorarlberg / 05.12.2019 • 19:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gemeindevertretung segnet Budget ab. Schuldenstand steigt auf knapp 69 Millionen Euro.

Bregenz Am Mittwoch beschloss die Bregenzer Stadtvertretung das Budget für das Jahr 2020. Während die laufenden Einnahmen um rund 2,55 Millionen Euro (plus 2,7 Prozent) auf 97,03 Millionen steigen, wachsen die laufenden Ausgaben stärker – nämlich um 3,2 Prozent – auf 98,53 Millionen Euro. Die Investitionssumme beträgt 18,8 Millionen Euro, was rund 17 Prozent mehr als die 16 Millionen Euro 2019 sind. Heuer sank die Investitionssumme allerdings um 35 Prozent gegenüber 2018.

Als Investitionsschwerpunkt bezeichnet die Stadt den Kindergarten St. Gebhard, für den weitere drei Millionen Euro fällig werden. Die Quartiersentwicklung Leutbühel kostet 800.000 Euro, die geplante Bahnhofsunterführung ebenfalls. Zudem müssen in die Kläranlage 4,5 Millionen Euro investiert werden. Für die dritte Baustufe des Festspielhauses sind 1,5 Millionen Euro und für das neue Hallenbad 1,1 Millionen Euro reserviert.

Unterm Strich bedeute das Budget 2020 ein Netto-Defizit von knapp 9,2 Millionen Euro. 7,4 Millionen werden aus Rücklagen entnommen, 1,7 Millionen müssen mit neuen Darlehen finanziert werden. Der Schuldenstand wird sich also auf knapp 69 Millionen Euro erhöhen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2318 Euro entspricht. Zieht man die vor­handenen Rücklagen ab, sei die Stadt Ende 2020 aber nur mit 44 Mil­lionen Euro ver­schuldet, heißt es weiter.

Wie die VN bereits berichteten, wurde auch die Umwidmung der Parkflächen beim Kloster Mehrerau beschlossen. 168 Fahrzeuge werden auf dem neuen Parkplatz Platz finden. Die 128 bestehenden Stellplätze werden dafür aufgelassen.