Ausgekocht: Darum schließt Rauch-Restaurant in Feldkirch

Vorarlberg / 05.12.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Reinhard Rauch (57) schließt sein Haubenrestaurant. Die anderen Lokale des Feldkircher Gastronomen sind davon nicht betroffen. ARCHIV

Gastronom Reinhard Rauch erklärt VN.at die Gründe für das Aus seines Hauben-Restaurants.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Das Rauch in der Feldkircher Marktgasse ist eines der Zentren der Lokalszene der Montfortstadt. Das Haubenrestaurant, zu dem eine Bar mit Café-Betrieb gehört hat, ist von morgens bis spät in der Nacht gut besucht und dazu noch sieben Tage die Woche geöffnet: ein Fixpunkt für Nachtschwärmer und Einkaufsbummler also. Aber es steht vor dem Aus. Wie Inhaber Reinhard Rauch (57) den VN bestätigt, wird er Anfang Jänner schließen. Die Bar werde noch etwas länger offen halten, das Restaurant wohl nur mehr die erste Woche des neuen Jahres. „Ich habe so viele Mitarbeiter in meinen Betrieben und damit auch sehr viel Stress“, erklärt Rauch. „Ich will es jetzt einfach etwas ruhiger angehen.“ 

Die Schließung betreffe seine weiteren Betriebe nicht. Rauch Club, Ox-Mini und Ox-Deli sowie das Rio würden ganz normal weiterlaufen. Neben diesen Feldkircher Betrieben ist Rauch zudem noch am Gasthaus Hörnlingen in Rankweil beteiligt. Wie es mit dem Restaurant weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Verpächter Hans Sepp Schertler wollte sich gegenüber den VN gestern nicht ausführlich äußern, es werde aber sicher weitergehen. Es deutet einiges darauf hin, dass es wieder einen Gastronomiebetrieb geben dürfte. Reinhard Rauch erklärte nämlich, dass er gerne das Inventar an den neuen Pächter weitergeben würde. Außerdem ist er überzeugt, dass einige Mitarbeiter wohl übernommen werden können. Andere würden in seinen anderen Betrieben unterkommen. Rauch hatte immer wieder darauf hingewiesen, wie schwer es sei, gute Mitarbeiter zu bekommen.

Kultgastronom hört auf

In Feldkirchs Gastroszene tut sich aktuell einiges. Schon im November wurde bekannt, dass das Café Feurstein (seit 1949) und der dazugehörige Stone Club (seit 1978) den Betrieb schließen. Klaus Feurstein (67) hat lange an einer Nachfolgelösung gefeilt, die von ihm vorgeschlagene Lösung scheiterte aber, wie er im November gegenüber der Neuen erklärt hat, am Verpächter. Die Stadt Feldkirch, der das Gebäude gehört, hatte eine längerfristige Fortführung der bisherigen Pachtregelung abgelehnt. Gerade der Stone Club besaß und besitzt in Feldkirch Kultfaktor und wird dem Feldkircher Nachtleben in Zukunft fehlen. Was hier mit den Räumlichkeiten passiert, ist ebenfalls noch unklar. Aus dem Rathaus heißt es, dass man derzeit Gespräche mit unterschiedlichen Personen führe. Ziel sei es, die Räumlichkeiten des Café Feurstein weiter zu beleben.