Ärger bei den Mitbewerbern

Vorarlberg / 06.12.2019 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Opposition kann Köhlmeiers Angriff nicht verstehen.

Hard In der Presseaussendung zu seinem Rücktritt geht Harald Köhlmeier mit dem politischen Mitbewerb hart ins Gericht. Er spricht von personlichen An- und Untergriffen, um Zweifel an seiner Integrität zu streuen. Das habe auch bei seiner Familie Spuren hinterlassen. Die Opposition widerspricht vehement: Köhlmeier habe Kritik an der Sache stets persönlich genommen.

Anton Weber von der Harder Liste betont zum Beispiel: „Kein Mitbewerber hat ihn jemals persönlich angegriffen, weder verbal, noch schriftlich.“ Zudem sehe er keine Spaltung Hards. „Keine Gemeinde ist gespalten, nur weil man in Sachfragen unterschiedlicher Meinung ist.“ Der Rücktritt zu diesem Zeitpunkt habe ihn aber überrascht.

FPÖ-Ortsparteichef Matthias Lexer erfuhr davon von einer Anfrage. „Ich bin überrascht, respektiere aber die Entscheidung und zolle ihm Respekt für die Konsequenz.“ Die Kritik an der Opposition kann er nicht nachvollziehen. „Die Kommunikation und die Zusammenarbeit unter Köhlmeier war sehr dürftig. Wenn er nie jemandem miteinbezieht, muss er sich nicht wundern, wenn er am Schluss alleine dasteht.“ Eva Hammerer von den Grünen ist überzeugt: „Der Rücktritt ist die logische Konsequenz der politischen Entwicklung der letzten fünf Jahre.“ Vieles sei falsch gelaufen, wofür die ÖVP-Spitze in Hard die Verantwortung trage. „Wir gehen davon aus, dass mit dem Rücktritt wieder ein gemeinsames Arbeiten aller politischen Fraktionen möglich wird.“ SPÖ-Chef Martin Staudinger betont: „Zwei Volksabstimmungen mit einem klaren Votum gegen die Pläne des Bürgermeisters haben gezeigt, dass er zu wenig Gespür für die Bevölkerung gezeigt hat.“ Auch er hofft, dass in Zukunft wieder mehr Miteinander in Hard möglich ist.