„Schade, wenn sich derlei Kapazunder zurückziehen“

Vorarlberg / 06.12.2019 • 20:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Reinhard Rauch wird sein Haubenrestaurant schließen, seine anderen Lokale in Feldkirch werden weitergeführt. VN-Archiv
Reinhard Rauch wird sein Haubenrestaurant schließen, seine anderen Lokale in Feldkirch werden weitergeführt. VN-Archiv

Stadtmarketing-Chef Edgar Eller bedauert Aus für Rauch und Feurstein.

feldkirch Die Nachricht, dass Reinhard Rauch Anfang Jänner sein Haubenrestaurant in der Feldkircher Marktgasse schließen wird, hat in Feldkirch viel Aufsehen erregt. Das Lokal gehört für viele zum liebgewonnenen „Inventar“ der Stadt, die Außenplätze auf der Marktgasse sind beliebt und begehrt. Zudem ist Rauchs Schlussstrich nach der angekündigten Schließung des Traditionscafés Feurstein das zweite In-Lokal, das innerhalb kürzester Zeit schließt.

Edgar Eller ist Geschäftsführer der Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch GmbH, also des Feldkircher Stadtmarketings. Er sieht keine Krise der städtischen Gastronomie: „Feldkirch hat sicherlich das große Glück, gastronomisch breit und gut aufgestellt zu sein“. Das werde auch von Experten immer wieder bestätigt. Aber natürlich hätten auch die Gastronomen und der Tourismus in der Montfortstadt an den Themen zu knabbern, die Österreichweit dem Tourismus Sorgen machen würden, wie etwa die Personalnot oder gesetzliche Auflagen.

Reinhard Rauch hatte immer wieder auf die Personalprobleme in der Branche aufmerksam gemacht und sich zuletzt auch kritisch zum Rauchverbot geäußert. Das Rauch- restaurant war sein personalintensivster Betrieb, fast 50 Mitarbeiter sorgten sieben Tage die Woche für das Wohlergehen der Gäste. Der Vollblut-Gastronom, der wie berichtet kürzertreten möchte, wird der Stadt aber erhalten bleiben, da er noch weitere Lokale mit insgesamt circa 50 Mitarbeitern in der Innenstadt betreibt.

Engagement für mehrere Leben

„Es ist einfach extrem schade, wenn sich derlei Kapazunder, die eine Stadt über viele Jahre mitgeprägt haben, teilweise oder ganz zurückziehen“, bedauert Eller jedenfalls den Verlust der beiden Innenstadtlokale. „Natürlich haben es beide mehr als verdient und wer sie kennt, weiß, dass ihr Engagement und Herzblut für mehrere Arbeitsleben reichten.“ Eller blickt aber auch in die Zukunft, er freue sich natürlich darauf, wenn diese Lücken wieder geschlossen werden, auch wenn die beiden einfach zu Feldkirch dazugehören und gehörten. „Sie haben uns viele schöne Stunden beschert“, ist der Stadtmarketing-Chef einer Meinung mit vielen Gästen der beiden Gastronomen. VN-GMS