Gut unterwegs in Richtung Talabfahrt Gaschurn

Vorarlberg / 07.12.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Arbeiten an der neuen Pumpstation in Gaschurn biegen allmählich auf die Zielgerade ein.VN/JS

Erster Bauabschnitt unmittelbar vor Fertigstellung. Errichtung der Pumpstation in Gaschurn bereits weit fortgeschritten.

Gaschurn Bisher war die bestehende Abfahrt vom Skigebietsteil Versettla ins Tal nach Gaschurn nur wenige Wochen in der Wintersaison befahrbar. Mit der Schaffung einer neuen, durchgängig präparierten Piste wird sich das nun ändern.

Nach über 20 Jahren wurden die Bemühungen der Silvretta Montafon (SiMo) sowie der Gemeinde Gaschurn um eine beschneite Skipiste ins Tal heuer belohnt und der langersehnte Durchbruch in dieser Thematik ist erreicht worden. „Derzeit besteht nur eine Skiroute ins Tal, keine durchgehend präparierte Abfahrt“, erklärt SiMo-Geschäftsführer Martin Oberhammer. Mit der Schaffung einer solchen entstehe eine attraktive Schlechtwettervariante, weil sie unter anderem durch den Wald führt. Dadurch ist sie witterungsgeschützt und eine gute Option, wenn das Wetter oben am Berg schlecht oder die Sicht eingeschränkt ist, ist der SiMo-Geschäftsführer vom Projekt überzeugt.

Erste Pumpstation errichtet

Nachdem es im Sommer zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen Gemeinde und Silvretta Montafon als Projektbetreiber gekommen war, fuhren bereits im Herbst die Baumaschinen auf. In einem ersten Bauabschnitt kam es dabei zu Rodungs- und Pistenbauarbeiten. Kernstück der ersten Etappe war jedoch die Errichtung der Pumpstation bei der Talstation in Gaschurn. Diese ist mit einem Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 310 m³ sowie je vier Vor- bzw. Hochdruckpumpen ausgestattet. Während das Gebäude derzeit noch aus dem Boden ragt, wird es künftig zur Hälfte im Hang eingegraben. Bei der SiMo zeigt man sich mit dem bisherigen Bauverlauf sehr zufrieden.

Parallel zur ersten Bauphase wird bereits mit Hochdruck die zweite Bauetappe, die im Sommer 2020 erfolgt, vorbereitet. Dabei kommt es zum Bau der Pumpstation Rehsee bei der Mittelstation sowie zum Pistenbau, der Installation der Beschneiungsanlage sowie zu Drainagearbeiten. Das zur Beschneiung erforderliche Wasser wird aus der örtlichen Kraftwerksanlage der Vorarlberger Illwerke entnommen. Die erforderlichen Zuleitungen wurden ebenfalls bereits verlegt.

Eröffnung im Winter 2020/21

Seitens der SiMo rechnet man mit einer Bauzeit von 14 Monaten. Somit stünde einer Eröffnung der 7,5 Kilometer langen Talabfahrt vor dem Winter 2020/21 nichts im Weg. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro.

Talabfahrt Gaschurn

Antragsteller Gemeinde Gaschrun und Silvretta Montafon

Investitionssumme 12 Millionen Euro

Pistenstart Bergstation Versettla Bahn (2010 Meter)

Pistenende Talstation Versettla Bahn (970 Meter)

Höhenunterschied 1040 Meter

Pistenlänge 7,5 Kilometer

Neu P60 Piste 60a, Route R62 und R60b werden zur Talabfahrt Gaschurn / P60

Neuer Steilhang 40 Meter breit und 175 Meter lang

Wasserentnahme Kraftwerksanlagen Vorarlberger Illwerke AG