„Ma hilft“ als Botschaft im öffentlichen Verkehr

Vorarlberg / 07.12.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Ma hilft“ ist mit seiner Botschaft auch im öffentlichen Verkehr präsent. Für den Verkehrsverbund ist das die Wahrnehmung sozialer Verantwortung. VN/HÄMMERLE

Plakativ an Haltestellen und auf Bussen: Die Botschaft der Hilfsbereitschaft soll im öffentlichen Raum Bewusstsein schaffen.

Feldkirch Die Illustration an der Heckscheibe des Gelenkbusses ist nicht zu übersehen. Das ist ganz im Sinne jener, die für deren Anbringung verantwortlich sind. „Wir wollen die Botschaft der Hilfsbereitschaft an alle richten. Daher glaube ich, dass sie an einem öffentlichen Bus gut platziert ist“, sagt Christian Hillbrand, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vorarlberg. „Wir bringen gewöhnlich keine Werbung an unseren Bussen an. Weil unsere Marken Stadtbus bzw. Landbus durch solche Beschriftungen nicht verwässert werden sollen. Bei ‚Ma hilft‘ ist das jedoch etwas anderes“, ergänzt Hillbrand.

Soziale Verantwortung

Forciert wird die Imageaktion von FreeMedia/Progress Außenwerbung. „Wir verbreiten die Botschaft von ‚Ma hilft‘ mit 50 Plakaten und 50 city lights bei Bushaltestellen und Telefonzellen“, erklärt Ramona Lo Russo, Medienplanerin bei FreeMedia. „Plakate können mehr als nur rumhängen. Sie sind Information, unübersehbar und gewährleisten eine flächendeckende Präsenz im ganzen Ländle“, beschreibt Lo Russo den Nutzen der Werbekampagne.

Christian Hillbrand sieht eine soziale Verantwortung gerade bei seinem Unternehmen. Wir haben Kundschaften aus allen sozialen Schichten. Darunter sind nicht wenige, denen es wirtschaftlich nicht gut geht, und die sich kaum unsere Dienste leisten können.“

Angebote für Kleinstverdiener

Mobilität ist nach Ansicht des VVV-Geschäftsführers ein Grundbedürfnis, zu dem alle Zugang haben sollten. „Wir sind als öffentliches Unternehmen angehalten, soziale Umstände zu berücksichtigen. Das machen wir auch mit unseren Angeboten, die es speziell auch für Mindestrentner und Kleinstverdiener gibt“, betont Hillbrand. Die Botschaft von „Ma hilft“ sei daher bei Bussen gut aufgehoben. „Derzeit sind zwei Fahrzeuge, im Ober- und Unterland, mit der ‚Ma hilft‘-Beschriftung an der Heckscheibe unterwegs.“

Die Interpretation, dass Armut womöglich zum Schwarzfahren berechtigt, will Hillbrand jedoch nicht zulassen. „Das geht natürlich nicht.“

Ramona Lo Russo ist für die Plakatwerbung an Bushaltestellen verantwortlich. "Ma hilft"-Illustrationen passen gut ins Konzept. VN/Hämmerle
Ramona Lo Russo ist für die Plakatwerbung an Bushaltestellen verantwortlich. „Ma hilft“-Illustrationen passen gut ins Konzept. VN/Hämmerle