Bedauern um überraschendes Ende von Rauch in Feldkirch

Vorarlberg / 07.12.2019 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Reinhard Rauch hat sich entschlossen, sein Restaurant zu schließen, um etwas weniger Stress zu haben. Für Feldkirch bedeutet das einen Verlust, erklärt Stadtmarketing-Chef Edgar Eller, genauso wie das Ende für das Café Feurstein. VN/HB

Stadtmarketing-Chef Edgar Eller bedauert Aus für Rauch-Restaurant und Café Feurstein.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Die Nachricht, dass Reinhard Rauch Anfang Jänner sein Haubenrestaurant in der Feldkircher Marktgasse schließen wird, hat in Feldkirch viel Aufsehen erregt. Das Lokal gehört für viele zum liebgewonnenen Inventar der Stadt, die Außenplätze auf der Marktgasse sind beliebt und begehrt. Zudem ist Rauchs Schlussstrich nach der angekündigten Schließung des Traditionscafés Feurstein das zweite In-Lokal innerhalb kürzester Zeit, das schließt.

Edgar Eller ist Geschäftsführer der Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch GmbH, also des Feldkircher Stadtmarketings. Er sieht keine Krise der städtischen Gastronomie: „Feldkirch hat sicherlich das große Glück, gastronomisch breit und gut aufgestellt zu sein.“ Das werde von Experten immer wieder bestätigt. Aber natürlich hätten auch die Gastronomen und der Tourismus in der Montfortstadt an den Themen zu knabbern, die österreichweit der Gastronomie Sorgen machen würden, wie etwa die Personalnot oder gesetzliche Auflagen.

Reinhard Rauch hat immer wieder auf die Personalprobleme in der Branche aufmerksam gemacht und sich zuletzt auch kritisch zum Rauchverbot geäußert. Das Restaurant war sein personalintensivster Betrieb, fast 50 Mitarbeiter sorgten sieben Tage die Woche für das Wohlergehen der Gäste. Der Vollblutgastronom, der wie berichtet kürzer treten möchte, wird der Stadt aber erhalten bleiben, da er in der Innenstadt noch weitere Lokale mit insgesamt circa 50 Mitarbeitern betreibt.

Engagement für mehrere Arbeitsleben

„Es ist einfach extrem schade, wenn sich solche Kapazunder, die eine Stadt über viele Jahre mitgeprägt haben, teilweise oder ganz zurückziehen“, bedauert Eller jedenfalls den Verlust der beiden Innenstadtlokale. „Natürlich haben es beide mehr als verdient und wer sie kennt, weiß, dass ihr Engagement und Herzblut für mehrere Arbeitsleben reichen.“ Eller blickt aber auch in die Zukunft, er freue sich natürlich darauf, wenn diese Lücken wieder geschlossen werden, auch wenn die beiden einfach zu Feldkirch dazugehörten und gehören. „Sie haben uns viele schöne Stunden beschert“, ist der Stadtmarketing-Chef einer Meinung mit vielen Gästen der beiden Gastronomen.