Ausstellung geht mit Performance zu Ende

Vorarlberg / 08.12.2019 • 16:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Selina Reiterer und Oliver Maklott aktivieren ihre Objekte „Four6“ mit einer eigens erarbeiteten Performance in der Galerie Hollenstein.                            Miro Kuzmanovic  
Selina Reiterer und Oliver Maklott aktivieren ihre Objekte „Four6“ mit einer eigens erarbeiteten Performance in der Galerie Hollenstein.                            Miro Kuzmanovic  

Die Galerie Hollenstein präsentiert zwei besondere Programmpunkte.

lustenau Noch bis zum 15. Dezember geht es in der Galerie Hollenstein um technische Textilien: Mit Kobakant aus Berlin, Irene Posch aus Wien und dem Kollektiv EJTECH aus Ungarn werden drei Highlights aus der international gut vernetzten textilen Kunstszene präsentiert. In der letzten Ausstellungswoche sind noch zwei besondere Programmpunkte geplant.

Performance zur Finissage

Beim Galerie-Apéro am 10. Dezember gibt es Drinks und eine Kurzführung durch die aktuelle Ausstellung mit Kuratorin Daniela Fetz. Und bei der Finissage am 15. Dezember aktiviert das Künstlerduo Selina Reiterer und Oliver Maklott seine Installation „Four 6“ und steht bei einem Künstlergespräch dem Publikum zur Verfügung.

Textildesignerin Selina Reiterer und Medienkünstler Oliver Maklott aus Vorarlberg haben schon für andere Projekte zusammengearbeitet. Für die aktuelle Ausstellung haben sie aber erstmals eine gemeinsame künstlerische Arbeit realisiert: Im Foyer der Galerie Hollenstein präsentieren sie vier handliche Holzobjekte, deren Oberfläche jeweils mit unterschiedlichen Textilien bespannt wurde. Eines ist mit siebbedrucktem Stoff überzogen, eines mit kuscheligem Fell, von einem baumeln lustige Quasten und ein letztes ist bestickt. Alle sind sie als Alternativen zu herkömmlichen Schnittstellen zur digitalen Welt konzipiert. Sie ersetzen die Glasplatte des Handys oder Tablets oder die Kunststoff-Tastatur des Computers durch Oberflächen, die den Tastsinn ansprechen: „Das Smartphone revolutionierte unsere Art im Umgang mit elektronischen Systemen. Das Berühren eines Bildschirms zur Eingabe durch Wischgesten wurde zu einem Massenphänomen. Durch geeignete Vibrations-Aktuatoren und –Muster können heute Eindrücke wie das Drücken einer Taste oder die Veränderung des Widerstandes beim Wischen simuliert werden. Unsere Haut berührt am Ende jedoch nur das kalte Glas, aus dem der Bildschirm gefertigt ist“ so die beiden Künstler. Die „Four6“-Objekte setzen dem eine ganz andere Form der Bedienung entgegen: Intuitiv tastend, drückend und drehend verwandeln sie eine zuvor an sie gesendete Sprachnachricht in der jeweils eigenen Logik in Soundmuster, die das Ausstellungsfoyer zum Klingen bringen.

Künstler im Gespräch

Selina Reiterer und Oliver Maklott sprechen am letzten Ausstellungstag mit Claudia Voit und Daniela Fetz über ihre künstlerische Arbeit und aktivieren ihre Objekte in einer eigens erarbeiteten Performance. Der freie Eintritt zum Gespräch und zur Performance ist wie immer beim Erwerb des Ausstellungstickets inkludiert und danach gibt es die Möglichkeit, den Künstlern bei Drinks Fragen zu stellen.