Explosiver Anschlag auf Radarbox in Hard

Vorarlberg / 09.12.2019 • 16:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vorübergehend außer Funktion: Die Radarbox an der Harder Industriestraße. VN/GS

Vandalenakt in Hard: In der Nacht auf Samstag barsten die Scheiben eines Blitzers.

Hard Tatort Industriestraße in Hard, irgendwann in der Nacht auf den vergangenen Sonntag: Ein noch unbekannter Täter befestigte pyrotechnische Gegenstände im Glasbereich des dort aufgestellten Radarkastens und zündete sie an. Bei der anschließenden Detonation des explosiven Materials wurden die Scheiben zerstört und die Box vorübergehend unbrauchbar gemacht. Die Polizeiinspektion Hard sucht nun nach Zeugen, die diesbezüglich Wahrnehmungen gemacht haben.

Da es sich bei der Industriestraße um eine Gemeindestraße handelt, befindet sich die betreffende Radarbox auch im Besitz der Gemeinde. Hard spielt im Land eine Vorreiterrolle, seit die Kommune im Jahr 2016 aufgrund der zahlreichen Verkehrsverstöße in puncto Geschwindigkeitsüberschreitungen auf eigene Faust fünf Radarboxen anschaffte. Dies geschah im Rahmen eines „Kooperationsmodells“, wobei die Übertretungen selbst von der Verkehrsbehörde, sprich Verkehrspolizei, exekutiert werden. 20 Prozent der Strafgelder gehen an die Behörde, der Rest an die Kommune.

90.000 Euro

Geblitzt wird mit einem 90.000 Euro teuren Messgerät, mit dem die Radarboxen abwechslungsweise bestückt werden. Ob sich dieses Gerät in der Nacht auf vergangenen Sonntag im betreffenden Kasten befunden hatte, war nicht zu eruieren. Laut Frank Angerer von der Harder Öffentlichkeitsarbeit sind allein im Jahr 2018 in Hard insgesamt rund 2800 Geschwindigkeitsverstöße registriert und angezeigt worden.