Kubanisches Flair in der Remise Bludenz

Vorarlberg / 09.12.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die vier Kubanerinnen alias Gema 4 wussten das Publikum in der Bludenzer Remise mit ihrem Gesang zu begeistern. BI
Die vier Kubanerinnen alias Gema 4 wussten das Publikum in der Bludenzer Remise mit ihrem Gesang zu begeistern. BI

A-cappella-Gruppe Gema 4 begeisterte in der Alpenstadt.

Bludenz Liebe und Schmerz gehören für Kubaner einfach zusammen, erklärte Odette Telleria Orduna, Mitglied der A-cappella-Gruppe Gema 4, anlässlich ihres Auftritts in der Bludenzer Remise. Dies spiegle sich auch in der Musik wider. Gemeinsam mit Tal Ben Ari, Michèle Alderete Espigul und Laura Flores Hernández wurde eine neue CD präsentiert, außerdem feierte das Vokalquartett an diesem Abend sein 25-jähriges Bühnenjubiläum.

Kubanische Musik unterliegt seit den 1940er-Jahren dem Einfluss des Jazz und des Swing. Mit „The oriental rose“ wurde von den vier Musikerinnen ein Bolero als Auftakt gebracht. Es folgten Lieder im Filin- und Són-Stil, Guarachas und Chachachas. So wurde die Hymne der betrunkenen Leute in Kuba präsentiert. „Nach drei Tagen Party ist die Liebe vorbei. Es wird nur noch geweint, jeder fühlt sich verletzt“, führte Orduna aus. Ein Lied über den Früchteverkauf von Mangos und Bananen vermittelte ein Marktgefühl. „Mit unseren Liedern wollen wir uns in andere Menschen hineinversetzen und es ist uns wichtig, ehrlich zu bleiben“, erklärte Orduna, die den Abend sehr charmant moderierte. Das abwechslungsreiche Repertoire der vier Ausnahmesängerinnen verzauberte das Publikum. „Es wurde heute hohe Sangeskunst geboten. Mir hat es vor allem gefallen, dass die vier sympathischen Musikerinnen sich am Schluss unter das Publikum gemischt haben, dadurch entstand eine Nähe, die die Sängerinnen nahezu greifbar machten“, zeigte sich Birgit Mair begeistert. Der Musiker Gerhard Ganahl stimmte dem zu: „Es war fantastisch! Toll! Super! Ein Ohrenschmaus!“ Aber auch Martin Vallaster, ebenfalls Musiker, meinte: „Das Konzert war feinste Sahne!“ Pädagoge Walther Flaig fand das Konzert einfach fabelhaft: „Die vier Sängerinnen sind absolute Profis!“ BI