Talabfahrtsbau nimmt Fahrt auf

Vorarlberg / 09.12.2019 • 19:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Arbeiten an der neuen Pumpstation in Gaschurn biegen allmählich auf die Zielgerade ein. VN/JS
Die Arbeiten an der neuen Pumpstation in Gaschurn biegen allmählich auf die Zielgerade ein. VN/JS

Errichtung der Pumpstation in Gaschurn bereits weit fortgeschritten.

Gaschurn Bisher war die bestehende Abfahrt vom Skigebietsteil Versettla ins Tal nach Gaschurn nur wenige Wochen in der Wintersaison befahrbar. Mit der Schaffung einer neuen, durchgängig präparierten Piste wird sich das nun ändern. Nach über 20 Jahren wurden die Bemühungen der Silvretta Montafon (SiMo) sowie der Gemeinde Gaschurn um eine beschneite Skipiste ins Tal heuer belohnt. „Derzeit besteht nur eine Skiroute ins Tal, keine durchgehend präparierte Abfahrt“, erklärt SiMo-Geschäftsführer Martin Oberhammer. Mit der Schaffung einer solchen entstehe eine attraktive Schlechtwettervariante, weil sie unter anderem durch den Wald führt, ist der SiMo-Geschäftsführer vom Projekt überzeugt.

Nachdem es im Sommer zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen Gemeinde und SiMo als Projektbetreiber gekommen war, fuhren bereits im Herbst die Baumaschinen auf. In einem ersten Bauabschnitt kam es dabei zu Rodungs- und Pistenbauarbeiten. Kernstück der ersten Etappe war jedoch die Errichtung der Pumpstation bei der Talstation in Gaschurn. Diese ist mit einem Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 310 m3 sowie je vier Vor- bzw. Hochdruckpumpen ausgestattet. Während das Gebäude derzeit noch aus dem Boden ragt, wird es künftig zur Hälfte im Hang eingegraben.

Parallel zur ersten Bauphase wird mit Hochdruck Bauetappe zwei, die im Sommer 2020 erfolgt, vorbereitet. Dabei kommt es zum Bau der Pumpstation Rehsee bei der Mittelstation sowie zum Pistenbau, der Installation der Beschneiungsanlage und zu Drainagearbeiten. Das zur Beschneiung erforderliche Wasser wird aus der örtlichen Kraftwerksanlage der Illwerke entnommen. Die erforderlichen Zuleitungen wurden bereits verlegt.

Seitens der SiMo rechnet man mit einer Bauzeit von 14 Monaten. Somit stünde einer Eröffnung der 7,5 Kilometer langen Talabfahrt vor dem Winter 2020/21 nichts im Weg. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12 Millionen Euro. VN-JS