Übergangslösung für Förderungen der Landwirtschaft gefunden

Vorarlberg / 09.12.2019 • 19:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach Die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zählt zu den Herzstücken der EU. Mit dem Brexit und den anstehenden Budgetverhandlungen ist derzeit unklar, ob sich die EU-Agrarförderungen in Zukunft verringern. Allerdings wäre die aktuelle Förderperiode 2020 zu Ende. Die Union hat nun mit den Mitgliedstaaten eine Übergangslösung gefunden, die am Montag von den österreichischen Agrarlandesräten in Wien abgesegnet wurde, wie Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner auf VN-Anfrage bestätigt. „Die GAP läuft nun ein Jahr lang weiter. Bis dahin dürfte es einen neuen Vorschlag der EU geben.“

Auch ein neues Register wurde beschlossen: Das sogenannte Kontroll-Informations-System (KIS) soll umgesetzt werden. Landwirte können Daten zu ihrem Hof aus vergangenen Kontrollen eintragen. Wenn sie zustimmen, erhalten andere Kontrolleure darauf Zugriff, womit die Anzahl der Hofkontrollen abnehmen soll, wie Gantner ausführt. „Damit ist ein großer Schritt in Richtung Entbürokratisierung gelungen.“

Ein weiterer Beschluss betrifft direkt Vorarlberg. Hier wurde im August ein Glyphosatverbot für private Anwender beschlossen. Pflanzenschutzmittel dürfen nur noch dann verwendet werden, wenn sie als Mittel mit geringem Risiko eingestuft werden oder für die biologische Landwirtschaft zugelassen sind. Herbizide werden zum Beispiel völlig aus den Privatgärten des Landes verschwinden. Eine Liste mit erlaubten Mitteln gibt es noch nicht. Die Agrarreferenten beschlossen deshalb eine Aufforderung an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), wonach das Pflanzenschutzregister um eine entsprechende Auswahlmöglichkeit erweitert werden soll. VN-MIP