Montafon sagt Nein zur Mautbefreiung

Vorarlberg / 10.12.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Montafon Tourismus, Bergbahnen und Stand zeigen sich solidarisch.

Montafon Der Stand Montafon spricht sich klar dagegen aus, Teile im Vorarlberger Unterland von der Autobahnmaut zu befreien. Die Vignettenbefreiung führe zu Wettbewerbsnachteilen für alle Tourismusgebiete im starken Süden Vorarlbergs und werde so nicht akzeptiert, wird argumentiert. Auch von Montafon Tourismus und den Bergbahnen kommt ein Nein zur Mautbefreiung.

Für den Stand Montafon, Montafon Tourismus und die Bergbahnen kommt eine Mautbefreiung für den Raum Bregenz nicht in Frage. „Das führt zu einer Schlechterstellung der Bevölkerung im Oberland und widerspricht damit klar dem Gleichheitsgrundsatz“, sagt Standesrepräsentant Bürgermeister Herbert Bitschnau. Das Montafon sei die nächtigungsstärkste Tourismus-Destination des Landes. „Eine Mautbefreiung wäre eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung, und das können wir nicht akzeptieren. Nein zu einem Mautchaos“, so Bitschnau weiter.

Montafon unterstützt Rheintal

Das Montafon zeigt sich solidarisch und unterstützt die Stadt Hohen­ems, die Marktgemeinde Lustenau, die Regio amKumma sowie die Gemeinde Diepoldsau bei ihrem Nein zur Mautbefreiung. „Wir fordern, dass gemeinsam mit den betroffenen Städten und Gemeinden eine faire Lösung gefunden wird“, sagt Bitschnau. Gleichzeitig wird mit Petition an den Vorarlberger Landtag gefordert, dass sich das Land klar hinter die Gemeinden stellt und gegen eine Mautbefreiung auf der Strecke „A14 Hörbranz bis Hohenems“ eintreten soll.

Nein der Bergbahnen

Das Nein aus dem Montafon wird auch von Montafon Tourismus und den Bergbahnen im Tal getragen. „Wir sehen uns hier eindeutig im Nachteil gegenüber den anderen Regionen. Vor allem bei den Tagestouristen“, sagt Thomas Lerch von den Gargellner Bergbahnen als Sprecher des Bergbahnen-Skipools. „Diesen klaren Wettbewerbsnachteil werden wir nicht akzeptieren“, sind sich die Bergbahn-Vertreter einig. „Es kann nur gemeinsam eine faire Lösung gefunden werden“, fordern die Montafoner Bergbahnen abschließend.

„Eine Mautbefreiung widerspricht eindeutig dem Gleichheitsgrundsatz.“