Rettungszentrale wird fünf Jahre

Vorarlberg / 10.12.2019 • 18:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rot-Kreuz-Kommandant Gerhard Kräutler gewährte auch Einblicke in die Rettungsfahrzeuge. heilmann (2)
Rot-Kreuz-Kommandant Gerhard Kräutler gewährte auch Einblicke in die Rettungsfahrzeuge. heilmann (2)

„Freitag um 5“ blickte hinter die Kulissen der Rettungszentrale.

feldkirch Im Jänner wird die gemeinsame Einsatzzentrale von Rotem Kreuz und Samariterbund in der Reichsstraße 130 fünf Jahre alt. Welches Bestreben stand hinter der Zusammenlegung der Einsatzzentralen der beiden Organisationen? Hat sich die gemeinsame Rettungszentrale bewährt? Diese und weitere Fragen beantwortete jüngst eine Führung von „Freitag um 5“. Unter dem Motto „Zwei Organisationen – ein Ziel“ standen Rot-Kreuz-Kommandant Gerhard Kräutler und Arbeiter-Samariterbund-Obmann Erich Neier dem Publikum Rede und Antwort.

Geschichte geschrieben

2015 wurde in Feldkirch Geschichte geschrieben: Erstmals bezogen Rettungsdienste von Rotem Kreuz und Samariterbund eine gemeinsame Rettungszentrale. Dadurch werden Synergien genutzt und die Kooperation auch in der Ausbildung ausgebaut. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 5,4 Millionen Euro. Derzeit sind 26 Mitarbeiter hauptberuflich angestellt, 18 beim Roten Kreuz und 6 beim Samariterbund. Hinzu kommen 50 Zivildiener. Im Jahr finden über 4000 Notfalleinsätze statt, in 24 Stunden wird im Schnitt 11 Mal ausgerückt. Das Einsatzgebiet der Rettungszentrale erstreckt sich vom Vorderland bis in den Walgau, von Klaus bis nach Nenzing. Insgesamt werden in 22 Gemeinden rund 80.000 Einwohner versorgt. In entlegenen Einsatzorten gibt es „First Responder“-Einsatzkräfte vor Ort, da bei Notfällen wie Schlaganfällen jede Sekunde zählt. „In den letzten dreißig Jahren haben sich die Fahrten der Rettungskräfte versechsfacht“, nennt Kräutler eine der Folgen steigender Fehlalarme. Ein Drittel aller Fahrten sei nicht rettungsrelevant. Dennoch müsse natürlich jeder Anruf ernst genommen werden.

Ohne den Einsatz von freiwilligen Mitarbeitern könnte der Rettungsdienst nicht funktionieren. In Feldkirch sind etwa 280 Freiwillige im Einsatz, 190 beim Roten Kreuz und 90 beim Arbeiter Samariterbund. Diese besetzen die Rettungsfahrzeuge von 19 bis 6 Uhr und an Sonn- und Feiertagen. Darüber hinaus helfen sie im Tagdienst aus und sind sieben Tage die Woche 24 Stunden auf Bereitschaft für den Fall von Großereignissen.
Insgesamt werden im Rettungsdienst 65.000 freiwillige Einsatzstunden im Jahr geleistet. „Was Freiwillige im Rettungsdienst leisten, ist sehr wertvoll“, betont auch Erich Neier vom Arbeiter Samariterbund. HE

Erich Neier (Samariterbund), Ortsvorsteher Dieter Preschle und Gerhard Kräutler.

Erich Neier (Samariterbund), Ortsvorsteher Dieter Preschle und Gerhard Kräutler.