Sicherheit und Freiheit Themen im ersten „Werte.Dialog“ der Caritas

Vorarlberg / 10.12.2019 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Götzis Um das Spannungsfeld  zwischen Sicherheit und der Freiheit jedes und jeder Einzelnen ging es im ersten Werte.Dialog der Caritas im Bildungshaus St. Arbogast in Götzis. Dieses neue Format soll Raum und Zeit zum Innehalten, Nachdenken und für den Dialog zwischen Politikern, Systempartnern, Freiwilligen und Mitarbeitern der Caritas schaffen. „Unser Anliegen ist es, Veränderungen und Verschiebungen in der Gesellschaft nicht einfach geschehen zu lassen, sondern reflektierend zu begleiten und damit diesen Veränderungen gegenüber auch Gestaltungskraft zu gewinnen“, erläuterte Caritasdirektor Walter Schmolly bei seiner Begrüßung. Thematisch widmete sich der erste Werte.Dialog unter dem Titel „Sicherheit und Freiheit – ein Widerspruch?“ der Spannung zwischen diesen Grundwerten. Die Frage, wie viel Freiheit in einer Gesellschaft herrschen kann und wie viel Freiheit auf Kosten der Sicherheit geopfert werden muss, wurde bereits in der ersten Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte durch die französische Nationalversammlung von 1789 thematisiert. „Seit es Menschen gibt, stehen diese Werte in einer Spannung zueinander. Momentan erleben wir aber aus unserer Sicht eine tiefgehende Neuvermessung des Verhältnisses“, nannte Schmolly die Ebenen äußere Sicherheit, soziale Sicherheit, psychische Sicherheit, aber auch die religiös-spirituelle Sicherheit. Als Experten betrachteten Sozialwissenschaftlerin Margit Appel, der Sozialpsychologe Ernst-Dieter Lantermann sowie Theologe Nikolaus Wandinger das Spannungsfeld Sicherheit und Freiheit aus ihrer Perspektive. Lantermann sieht in der Globalisierung ein Thema, das bei vielen Menschen ein tiefes Gefühl von Unsicherheit und Desorientierung hervorrufe. „Eine immer älter werdende Gesellschaft, die Weltlage sowie die absolute Unsicherheit punkto gesellschaftlichem Zusammenhalt sind weitere Themen, die verunsichern“, nannte Lantermann verschiedene Beispiele.