Zähe Nachbesetzung eines Primariats

Vorarlberg / 11.12.2019 • 18:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Dafür läuft die ambulante Erstversorgungseinheit im LKH Bregenz wieder.

Bregenz Nach, wie es das Spitalsmanagement diplomatisch formuliert, punktuellen Ausfällen läuft die am Landeskrankenhaus Bregenz installierte ambulante Erstversorgungseinheit (AEE) wieder. Mit zwei Ärzten für Allgemeinmedizin konnte die angespannte Personalsituation demnach entschärft werden. Schwieriger gestaltet sich hingegen die Nachbesetzung des seit einem halben Jahr vakanten Primariats der Internen Abteilung. Für den Posten gab es sechs Bewerbungen. „Wir befinden uns aktuell in konkreten Verhandlungen mit einer möglichen Nachfolge“, erklärte der Direktor der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), Gerald Fleisch, auf VN-Nachfrage.

Gegenseitige Hilfe

Derzeit wird die Innere Medizin in Bregenz von OA Thomas Wechselberger und seinem Ärzteteam geleitet. Unterstützung kommt von den Abteilungen der Landeskrankenhäuser Feldkirch und Hohenems sowie der Abteilung für Anästhesie am LKH Bregenz. Kooperation und gegenseitige Hilfe würden gut funktionieren, heißt es dazu vonseiten der KHBG. „Unsere Wertschätzung gilt allen, die es ermöglichen, den Abteilungsbetrieb in dieser Übergangsphase aufrechtzuerhalten“, sagte Fleisch. Wie bekannt, leidet die Interne Abteilung an personeller Ausdünnung. Mit einer neuen Führung ist auch die Hoffnung verbunden, wieder Ärzte nach Bregenz holen zu können.

Stabile Situation

Personalmangel führte auch zu „punktuellen Ausfällen“ bei der ambulanten Erstversorgungseinheit. Dort werden Patienten, die ohne Überweisung das Krankenhaus aufsuchen und kein Notfall sind, auf ihre Behandlungsdringlichkeit untersucht. Diesen Teil der Ambulanztätigkeit decken jetzt zwei Ärzte für Allgemeinmedizin ab. „Die Situation ist stabil“, verlautet aus der Krankenhausbetriebsgesellschaft. Die für die Patientenbetreuung ebenfalls notwendige Pflege wird von der interdisziplinären Ambulanz gestellt.

Das Team der AEE ist von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 19 Uhr im Einsatz. Im November wurden 406 Personen untersucht und abgeklärt, was 20 Patienten pro Tag entspricht. Dies entlaste grundsätzlich den täglichen Ambulanzbetrieb. Betont wird in diesem Zusammenhang, dass auch außerhalb der Öffnungszeiten der ambulanten Erstversorgungseinheit triagiert werde, also Ersteinschätzungen bzw. Selektionen von Patienten vorgenommen würden. VN-MM

„Kooperation und gegenseitige Unterstützung der Abteilungen funktionieren gut.“