Feldkirch nimmt an „familieplus“ teil

Vorarlberg / 12.12.2019 • 17:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Stadtvertretung spricht sich für Teilnahme am Landesprogramm aus.

feldkirch Die Sitzung der Feldkircher Stadtvertretung am Dienstagabend stand vor allem wegen des Voranschlags 2020 sowie dem umstrittenen Grundsatzbeschlusses zum Neubau der VS Altenstadt ohne Pädagogisches Förderzentrum im Fokus der Aufmerksamkeit. Die Stadt stellte aber auch noch andere Weichen, so etwa, dass Feldkirch zukünftig wieder am Landesprogramm „familieplus“ teilnimmt. Durch die Implementierung des Modellvorhabens „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ habe sich ein entsprechender Mehrwert gebildet, der zu dieser Entscheidung geführt habe, heißt es in einer Aussendung.

Familienarbeit stärken

Im Rahmen des Landesprogramms „familieplus“ werden Gemeinden für ihre Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Dabei sollen in einem langfristigen Prozess kontinuierliche Verbesserungen in der jeweiligen Kommune erzielt werden. Ziel ist es, die Familienarbeit zu stärken und den Ausbau hochwertiger Angebote zu fördern. Die Fortschritt werden alle vier Jahre in einem Audit gemessen und ausgezeichnet.

Die Teilnahme am Programm kostet Feldkirch 6745 Euro pro Jahr, der Beitrag ergibt sich aus der Einwohnerzahl. Im Gegenzug gibt es im Rahmen des Programmes eine ganze Reihe an Unterstützungen, wie etwa einen externen Coach, Hilfe beim Aufstellen eines Teams, Weiterbildungen und Exkursionen, Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden und auch Unterstützung bei der Planung der Aktivitäten.

Unter dem Dach dieses Programmes ist auch „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ entstanden. Hier soll die Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen in Vorarlberg verbessert werden. Um das zu erreichen, sollen die Bereiche Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Soziales miteinander verknüpft werden, damit ein lückenloses Angebotssystem von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben entsteht.

Großer Budgetposten

Die Relevanz, die Kinder und Jugendliche für die Stadt Feldkirch haben, lässt sich aus dem Budget ableiten. Im Bereich Kinderbetreuung, Jugend, Sport und Schule werden 2020 17,6 Millionen Euro ausgegeben, das sind fast 20 Prozent der Budgetsumme. Allein die Personalkosten in der Kinderbetreuung machen dabei 8,9 Millionen aus. Mit 80.000 Euro budgetiert ist auch ein neuer Spielplatz im Bereich Oberer Riegel in Gisingen.