Kampf um Feurstein-Zukunft

Vorarlberg / 13.12.2019 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hans-Christian Obernberger, Werner Miller und Andrea Petermann (v.l.) kämpfen, dass nach dem Ausstieg Klaus Feursteins (r.) Café und Club erhalten bleiben. VN
Hans-Christian Obernberger, Werner Miller und Andrea Petermann (v.l.) kämpfen, dass nach dem Ausstieg Klaus Feursteins (r.) Café und Club erhalten bleiben. VN

Stammgäste fordern Erhalt der Feldkircher Institution.

feldkirch Mit Jahresende wird Klaus Feurstein das Café Feurstein sowie den legendären Stone Club in der Feldkircher Innenstadt zusperren. Wie es weitergeht, ist unklar. Die Stadt teilt lediglich mit, dass mit Interessenten verhandelt würde. Das macht vielen Feldkirchern Sorgen. Innert weniger Tage sammelten Stammgäste 460 Unterschriften für den Erhalt von Café und Club, die an Bürgermeister Wolfgang Matt übergeben wurden. Werner Miller kritisierte dabei, dass die Stadt nun auf dreijährige Mietverträge beharre. „In der Gastronomie sind zehn Jahre üblich“, erklärt er. Schließlich müssten Investitionen getätigt werden. Mit zwei Mitstreitern schildert er den VN sein Unbehagen: „Das Nachtleben in Feldkirch ist sehr beachtenswert. Wenn das Angebot erst einmal weg ist, ist es schwer, so etwas wieder aufzubauen.“ Die drei Stammgäste kritisieren mangelnde Transparenz und haben Angst, dass am Ende ein „austauschbares Geschäft“ und Büroflächen dastehen könnten. 

Massive bauliche Veränderungen könnte der Denkmalschutz verhindern. Denn das Gebäude ist im Ensemble seit 1995 geschützt, wie Barbara Keiler vom Bundesdenkmalamt bestätigt. „Auch innen ist zumindest die wandfeste Ausstattung geschützt“, präzisiert sie. „Das Café ist das letzte dieser Art und hat neben einer künstlerischen Bedeutung auch eine sozialhistorische Relevanz“, betont die Expertin.

Bürgermeister Matt zeigt sich wenig beeindruckt. Er glaube nicht, dass die Einschränkungen durch die Auflagen des Denkmalamtes umfangreich sein werden. Wichtig sei, dass die Stadt nun das komplette Haus lastenfrei im Besitz habe. Er kann sich vorstellen, dass ein Investor hier wieder ein Café betreiben werde, wolle aber nicht vorgreifen.

Derweil sammeln die Stammgäste des Café Feurstein weiter Unterschriften: „Die Stadt soll nachschauen, wer da alles unterschreibt“, hoffen sie, dass die abgegebenen Willenserklärungen vieler „alteingesessener“ Feldkircher im Rathaus Gewicht besitzen.  VN-GMS