„Ma hilft“ und die Doppelschichten vor Weihnachten

Vorarlberg / 14.12.2019 • 07:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Soziales Fußballprojekt für Mädchen: Neben zahlreichen Einzelfällen unterstützt „Ma hilft“ auch mildtätige Projekte wie diese. VN/LERCH

Hunderte Briefe und Mails sorgen für Dauerstress bei Marlies Müller und ihrem Team. Erlagschein liegt heutigen VN bei.

Schwarzach Der Zauber von Weihnachten berührt viele Menschen, macht sie sentimental. Aber auch bedrückt. Vor allem für jene, denen es nicht so gut geht, sind die Tage um Heiligabend eine emotionale Belastungsprobe. Schmerzvolle Erlebnisse eines ganzen Jahres kochen hoch, Not wird als besonders deprimierend empfunden.

Die besondere Zeit

„Weihnachten ist wirklich eine ganz besondere Zeit“, weiß „Ma hilft“-Patin Marlies Müller und blickt dabei auf einen Berg von Briefen und ausgedruckten E-Mails. Alles Hilfsgesuche von Menschen, die sich an unsere Sozialaktion wenden, mit der Bitte, ihnen durch eine Zuwendung ein würdiges Weihnachtsfest zu ermöglichen. „Ma hilft“ tut, was es kann, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Gutscheine sind diesbezüglich eine unkomplizierte und schnelle Möglichkeit, vielen Menschen das Christenfest ein wenig sorgenfreier gestalten zu lassen.

Es geht bei den Hilfsgesuchen jedoch nicht nur um Weihnachten. „Es wenden sich viele Menschen an uns, die sich in großer Not befinden. Schwere Erkrankungen, Scheidungen, der Verlust eines geliebten Menschen, Arbeitslosigkeit: Die Bandbreite der Notlagen ist groß. Die Probleme lassen sich zeitlich auch nicht auf Weihnachten reduzieren. Aber vielen Menschen wird ihre Situation an diesen Tagen besonders schmerzlich bewusst“, berichtet Marlies Müller.

Abklärung vor Ort

Not ist oft auch anonym. „Wir erhalten nicht wenige Hinweise über Dritte, die uns von Personen mit großen wirtschaftlichen und menschlichen Problemen berichten“, erzählt Müller. Gerade bei solchen Fällen setzt sich die „Ma hilft“-Patin ins Auto, fährt zu der betreffenden Person hin, um vor Ort die Situation zu klären. Die Hilfe kommt dann schnell und zielgerichtet. „Wir wollen dort unterstützen, wo der Schuh drückt. Einen sorgfältigen Umgang mit den Spendengeldern sind wir den zahlreichen Vorarlbergern schuldig, die uns unterstützen.“ Die „Ma hilft“-Koordinatorin legt derzeit Doppelschichten ein – ehrenamtlich, versteht sich. „Bis ich die ganze Post erledigt habe, wird es sehr spät.“

Den heutigen VN liegt ein „Ma hilft“-Zahlschein bei.