Rankweil sammelt Wertstoffe unteridisch

Vorarlberg / 15.12.2019 • 18:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Entleerung der neuen unterirdischen Container am Bahnhof Rankweil erfolgt mittels Kran-Lkw. Marktgemeinde Rankweil
Die Entleerung der neuen unterirdischen Container am Bahnhof Rankweil erfolgt mittels Kran-Lkw. Marktgemeinde Rankweil

Seit Kurzem gibt es am Rankler Bahnhof eine Unterflur-Sammelstelle.

Rankweil Unscheinbar ragen drei Edelstahl-Säulen am Bahnhof Rankweil in die Höhe. Sie sind kaum größer als gewöhnliche öffentliche Abfalleimer, und doch haben sie es in sich: Drei Meter unter der Erde weitet sich der Behälter auf einen fünf Kubikmeter großen Container. Oder anders gesagt, jeder der unterirdischen Behälter umfasst die Menge von vier üblichen Glas- oder Metallcontainern.

Investition von rund 20.000 Euro

„Diese unterirdische Lösung ist sauber, leicht handhabbar, und die schmalen, runden Säulen verhindern das Abstellen und Anlehnen von Abfall“, so Bauhofleiter Wilfried Ammann über die Vorteile des Abfallsystems. Zudem sei die Station gut erreichbar – sogar per Zug, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. Entleert werden die Container im Zuge der üblichen Entleerungstouren des Rankweiler Bauhofs. Die Kosten für die Installation der neuen Anlage betragen rund 20.000 Euro. Die erlaubten Zeiten für den Einwurf sind Montag bis Samstag, 7 bis 20 Uhr.

Bisher verfügen nur wenige Gemeinden und Städte in Vorarlberg über unterirdische Wertstoffsammelstellen. Doch Ammann ist sich sicher, dass dieses System Zukunft hat: „Diese Art der Sammlung vermeidet Geruchs- und Lärmbelästigungen ebenso wie unappetitliche Abfallablagerungen im Umfeld. Ich bitte jedoch die Bevölkerung, darauf zu achten, dass der Abfall sortenrein entsorgt wird.“

Derzeit gibt es in Rankweil zwölf frei zugängliche Abfallsammelstellen für Altmetall und -glas, welche auch nach Eröffnung des neuen Abfallsammelzentrums Vorderland im Frühjahr 2020 in Sulz bestehen bleiben. Pro Jahr fallen in der Marktgemeinde Rankweil insgesamt rund 310 Tonnen Glasabfall und 110 Tonnen Metallabfall an.