Götzis beschließt 48-Millionen-Euro-Budget

Vorarlberg / 17.12.2019 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die anstehende Sanierung und Erweiterung der VS Markt schlägt sich im Götzner Voranschlag 2020 nieder.  <span class="copyright">egle </span>
Die anstehende Sanierung und Erweiterung der VS Markt schlägt sich im Götzner Voranschlag 2020 nieder.  egle

Bei steigenden Ertragsanteilen steigen Schulden leicht an. Götzner Grüne kritisieren einmal mehr geplante Einnahmenteilung mit Altach beim Kiesabbau.

Gernot Schweigkofler

Götzis Die Götzner Gemeindevertretung hat am Montagabend den Voranschlag 2020 mit den Stimmen von VP, SP und FP beschlossen. Das Gesamtvolumen, also Gemeinde, Sozialdienste GmbH und GIG, liegt bei 48,3 Millionen Euro und damit um 2,4 Millionen Euro über dem Budget 2019. Dabei profitiert die Marktgemeinde von den wachsenden Ertragsanteilen, die um fast 700.000 Euro auf 13,4 Millionen Euro gestiegen sind. Aber auch die Kommunalsteuer wächst, die Götzner Betriebe tragen mit ihren Abgaben 2020 laut Plan mit 5,4 Millionen Euro zum Budget der Gemeinde bei. Das freut Bürgermeister Christian Loacker: „Durch die Arbeit der Unternehmen in Götzis können wir seit Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnen“, teilt er mit.

2020 sind Investitionen in der Höhe von 6,3 Millionen Euro veranschlagt. Für strategische Grundeinkäufe, etwa für die Sanierung der Volksschule Markt, wurden 1,2 Millionen Euro reserviert, für die Errichtung einer zentralen Bürgerservicesstelle 400.000 Euro. Über 500.000 Euro werden für die Planung von Bildungseinrichtungen, allen voran die VS Markt (400.000 Euro), veranschlagt. Kanalsanierungen kosten fast 800.000 Euro, und für Straßensanierung und Radinfrastruktur sind 950.000 Euro vorgesehen. 600.000 Euro gehen in den Hochwasserschutz am Emmebach, 500.000 sind für Neuanschaffungen bei der Feuerwehr vorgesehen.  Viel Geld verschlingen Transferzahlungen: 6,7 Millionen Euro gehen in Summe an Sozialfonds, Krankenanstalten- und Rettungsfonds sowie in die Landesumlage. Die Personalkosten für die Gemeinde schlagen zudem mit 8,5 Millionen Euro zu Buche. Insgesamt steigt der Schuldenstand im Vergleich zum Vorjahresbudget leicht auf 35,6 Millionen Euro an. Die Pro-Kopf-Verschuldung fällt dabei leicht.

Grüne Gegenstimmen

Der Haushaltsentwurf wurde von der Grünen Liste abgelehnt. Die verwies einmal mehr auf die großen anstehenden Ausgaben in den kommenden Jahren und die immer noch angespannte Einkommenssituation. Deshalb sei es unverantwortlich, dass man seitens der Bürgermeister-Partei, der Volkspartei, die Gemeinde Altach bei den Kieseinnahmen „den unverschämten Griff nach Götzner Eigentum“ auch noch unterstütze. Beanstandet wurde zudem, dass man zu wenig auf das Klima achte. So sei es peinlich, dass Götzis keine Parkgebühren erhebe.