Montafonerbahn gibt neuen Takt vor

Vorarlberg / 17.12.2019 • 18:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dank des künftigen Halbstundentakts verkürzt sich die Wartezeit auf die Montafonerbahn. Gleichzeitig wird die Anschlussqualität verbessert. VN
Dank des künftigen Halbstundentakts verkürzt sich die Wartezeit auf die Montafonerbahn. Gleichzeitig wird die Anschlussqualität verbessert. VN

Qualitätssteigerung der Zugverbindung Schruns-Bludenz.

Schruns Der Öffentliche Nahverkehr erfreut sich hierzulande einer steigenden Nachfrage. Diese betrifft auch die südlichste Region des Landes, wo das Zugangebot auf der Strecke der Montafonerbahn (MBS) neu strukturiert wird. Möglich macht dies der auf eine Laufzeit von neun Jahren (bis Dezember 2028) abgeschlossene neue Verkehrsdienstevertrag. Hinter dem sperrigen Begriff steckt eine deutliche Qualitätssteigerung der Zugverbindung zwischen Bludenz und Schruns, die mehrere Vorteile für die Fahrgäste mit sich bringt. So wird mit dem künftigen Halbstundentakt das fahrplanmäßige Angebot im Montafon von 250.000 auf 300.000 Kilometer pro Jahr gesteigert und gleichzeitig eine Verbesserung der Verknüpfung von Bus und Bahn erreicht.

Die Anschlussqualität wird aber auch in anderer Hinsicht verbessert. Dank des Einsatzes kompatibler Zuggarnituren werden die Voraussetzungen für weitgehend umsteigefreie Verbindungen zwischen Montafon und Walgau/Rheintal geschaffen. „Das bedeutet für die Fahrgäste eine wesentlich bessere Verbindungsqualität und deutlich kürzere Fahrzeiten durch die konsequenten REX-Anschlüsse in Bludenz“, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Johannes Rauch. Auch der baldige Einsatz von neuem, komfortablerem Wagenmaterial ist vorgesehen. Demnach werden die alten MBS-Zuggarnituren nur noch bis zur Auslieferung der neuen Talent-3-Züge im Einsatz sein. Laut Landesrat Rauch werden diese im ersten Quartal 2020 geliefert werden.

Während sich Bund und Land die Mehrkosten durch den Einsatz der modernen Fahrzeuge teilen, trägt das Land die Kosten für die Ausweitung der Fahrplanleistungen. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund werden jährlich gut 2,6 Millionen Euro investiert. VN-JS

„Der Halbstundentakt und die bessere Vernetzung mit dem Land sind sehr wichtig.“