Spektakulärer Brandeinsatz im Föhnsturm

Vorarlberg / 17.12.2019 • 22:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In den frühen Morgenstunden wurden die umliegenden Feuerwehren zu einem Großeinsatz nach Feldkirch-Tosters gerufen. feuerwehr Tosters
In den frühen Morgenstunden wurden die umliegenden Feuerwehren zu einem Großeinsatz nach Feldkirch-Tosters gerufen. feuerwehr Tosters

Feldkircher Wohnhaus ging zum großen Teil in Flammen auf. Polizistin leicht verletzt.

Feldkirch Die Alarmierung für den Feuerwehreinsatz kam am Dienstag um 2.43 Uhr: In der Pfarrer-Weißhaarstraße in Feldkirch-Tosters war auf einem Balkon Feuer ausgebrochen. Die Flammen griffen alsbald auf das Gebäude über, auch der Dachstuhl geriet in Brand.

Stundenlanger Einsatz

Zur Bekämpfung des Feuers waren gleich mehrere Feuerwehren aus Feldkirch und Umgebung im Großeinsatz. Die Feuerwehrleute versuchten unter anderem mit Drehleitern und Löschschläuchen die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Der Einsatz wurde wegen des herrschenden Föhnsturms erschwert, da durch den Wind immer neue Glutnester entfacht wurden. Es kam zu einem Großbrand.

Ein Teil der Bewohner des Mehrparteienhauses konnte sich selbstständig rechtzeitig ins Freie retten. Einige Bewohner wurden von Anwohnern und Polizeibeamten der Stadtpolizei Feldkirch und der Bundespolizei geborgen. Eine Polizeibeamtin wurde durch den Funkenflug leicht verletzt. Aufgrund der Brandschäden ist im Objekt derzeit keine der Wohnungen bewohnbar. Alle Bewohner kamen bei Verwandten und Bekannten unter.

Bis zum endgültigen „Brandaus“ dauerte es mehrere Stunden. Die ersten Einsatzkräfte konnten erst gegen 8 Uhr abrücken. Die Brandursache ist noch unklar. Die Feuerwehr Tosters sprach von einem „riesigen Schaden“, der am Gebäude entstanden sei. Das Dach sei komplett verbrannt. Im Haus selbst gab es zudem große Wasserschäden. Zur Brandbekämpfung rückten die Feuerwehren Tosters, Tisis, Feldkirch-Stadt, Nofels, Gisingen, Götzis, Meiningen, Mäder und die ÖBB-Betriebsfeuerwehr mit 29 Fahrzeugen und ca. 190 Feuerwehrleuten aus. Weiters im Einsatz waren die Rettung mit drei Fahrzeugen und zehn Sanitäter sowie zwei Streifen der Stadt- und Bundespolizei.

„Plötzlicher Knall“

Zu unmittelbaren Zeugen des Brandausbruchs wurde das Brüderpaar Christian und Franz Maier, die unmittelbar in der Nachbarschaft wohnen. Ersterer wurde um 3 Uhr von einem plötzlichen Knall aus dem Schlaf gerissen. „Als ich dann das Feuer sah, war ich schockiert. Ich rief gleich meinen Bruder an, der im selben Haus wie ich wohnt“, sagte Christian Maier.

Die Brüder alarmierten die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle, doch dort war man bereits über den Brand informiert. Maier: „Wir haben von einer Nachbarin erfahren, dass der abgebrannte Dachstuhl gerade erst vor einem Jahr saniert worden war.“ VN-GS

Zeugen des Brandausbruchs: Nachbarn Christian und Franz Maier. a. meusburger
Zeugen des Brandausbruchs: Nachbarn Christian und Franz Maier. a. meusburger