Schlagabtausch um Straftaten und Statistik

Vorarlberg / 18.12.2019 • 20:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Christof Bitschi (FPÖ) und Daniel Zadra (Grüne) warfen im Landtag mit Zahlen um sich. Es war ein Schlagabtausch um Kriminalität und vor allem um die entsprechende Statistik im Jahr 2018. Der eine meinte, die Anzeigen seien gestiegen, der andere widersprach. Am Ende hatten beide irgendwie recht. Laut Kriminalitätsstatistik des Innenministeriums ist die Gesamtkriminalität gesunken, die Anzeigen im Bereich strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität aber gestiegen, ebenso die Zahl der Einbrüche.

Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) appellierte an die Mandatare, sich die Statistik genau anzusehen. „Letztlich bin ich froh, dass sich die Sicherheit nicht nur irgendwo im Papier widerspiegelt auf Statistiken, sondern vor allem nach wie vor in einem sehr hohen Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.“ Auch hier habe die Politik eine sehr wichtige Funktion.

Kriminalitätsstatistik

Gesamtkriminalität In den vergangenen zehn Jahren schwankte die Zahl der Straftaten in Vorarlberg zwischen 19.044 und 22.440. Der höchste Wert stammt aus 2009, der niedrigste aus 2015. 2018 wurden 19.875 Straftaten verzeichnet, 2017 20.037.

Aufklärungsquote Die Aufklärungsquote ist in Vorarlberg gestiegen, von 55,1 Prozent 2009 auf 63,9 Prozent 2018. (Österreich: 52,5)

Anstiege Anzeigen zu strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung stiegen von 314 im Jahr 2017 auf 405 2018. Die Zahl der Einbrüche stieg von 229 im Jahr 2017 auf 315 2018.