Fall von Wilderei in Wolfurt

Vorarlberg / 19.12.2019 • 13:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der ausgenommene Kadaver wurde im Bereich der „Alten Schmiede“ in Wolfurt abgelegt. VN

Abgelegte Schlachtabfälle eines Rehkitzes könnten ein Symbol der Verhöhnung sein.

Wolfurt Es war bereits am vergangenen Dienstag, als die Beamten der Polizeiinspektion Wolfurt um 10.15 Uhr über den Fund von Schlachtabfällen eines getöteten Rehkitzes Im Holz 2 (im Bereich der „Alte Schmiede“) informiert wurde. Sämtliche essbaren Fleischstücke und Innereien waren aus dem Kadaver entnommen worden.

Wie sich in der Zwischenzeit herausstellte, lässt sich laut einem hinzugezogenen Jagdorgan die spezielle Platzierung der übrig gebliebenen Schlachtabfälle auf ein Symbol der Wilderei in fremden Jagdgebieten schließen, als ein Akt der Verhöhnung. Es besteht die Möglichkeit, dass der Täter beim Ablegen der Schlachtabfälle beobachtet worden sein könnte. Die Polizeiinspektion Wolfurt Tel. (0) 59 133 8137) bittet um Hinweise.

„Zweimal in zehn Jahren“

Wie die VN von einem Funktionär des Vorarlberger Jagdschutzverbandes in Erfahrung bringen konnten, käme es in Vorarlberger Jagdkreisen immer wieder zu solchen „Symbolakten“, die auf zwischenmenschliche Beziehungen zurückzuführen seien. „Aber nicht sehr oft“, so der Experte, „vielleicht zweimal in zehn Jahren.“ In früheren Zeiten habe man gewildert, um überleben zu können. Heute aber seien Vorfälle wie jener in Wolfurt eher typisch für einen Vorsatz aus anderen Motiven, eben Verhöhnung und Beleidigung. Der Täter (Wilderer) wolle dem Jagdpächter zeigen, dass er in seinem Revier war und die Beute erlegt habe.