OP-Trakt vor Fertigstellung, Engpass in der Pädiatrie

Vorarlberg / 19.12.2019 • 10:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Ausstattung des OP-Trakts hat 2020 höchste Priorität. KH/NUSSBAUMER

Die Stadtvertretung gibt dem Spitalsbudget einstimmiges Okay.

Dornbirn „Wir liegen heuer deutlich über Plan“, erklärte Vizebürgermeister und Krankenhausreferent Martin Ruepp in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung, als das Krankenhausbudget für 2020 zur Abstimmung stand. 91,8 Millionen Euro, knapp ein Drittel des städtischen Haushalts, stellen die für 2020 veranschlagten Ausgaben dar. Demgegenüber stehen Einnahmen von 53,2 Millionen, wodurch sich ein Abgang von rund 38,5 Millionen Euro ergibt. Den größten Posten stellen die Personalkosten mit 60,7 Millionen Euro dar. Interessant auch: 500.000 Euro wendet das Spital für Haftpflichtversicherungen auf. Für bauliche Maßnahmen, der OP-Trakt wird derzeit runderneuert, wurden 5,45 Mill. Euro budgetiert. Für die neuen OP-Instrumente sind 1,5 Mill. Euro veranschlagt, und für die neue Zentralsterilisation (AEMP) mit den Geräten insgesamt 1,6 Millionen Euro. Einstimmig fand der Voranschlag für 2020 das Ja der Stadtvertreter.

Radiologie stockt auf

Nach der Situation in der Radiologie erkundigte sich Stadtvertreterin Gabriele Sprickler-Falschlunger. „Ist das MRT ausgelastet?“, wollte sie vom ärztlichen Leiter des Krankenhauses, Primar Dr. Walter Neunteufel, wissen. „2018 und 2019 hatten wir eine Krise in der Radiologie,“ sagt er. Es habe viele Abgänge bei den radiologisch-technischen Assistenten und Ärzten gegeben. Nun seien die RTA-Stellen jedoch wieder besetzt, drei Ärzte sollen folgen.

Sorge um Pädiatrie

Sorge bereitet Frau Sprickler-Falschlunger, selbst Medizinerin, die Versorgung in der Pädiatrie, seitdem Dr. Wolfgang Hilbe nicht mehr als Kassenarzt zur Verfügung steht. „Trotz dreimaliger Ausschreibung wurde kein neuer Kinderarzt gefunden“, gab sie zu bedenken. Nicht alle Eltern werden sich einen Kinderarzt auswärts suchen. „Viele werden in die Ambulanz gehen“, befürchtete sie. Ein zunehmender Trend, der vielerorts zum Problem wird, da die Ambulanz ja eigentlich Notfällen vorbehalten sein sollte. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann erklärte, dass man bei der Stadt bereits an einer Lösung arbeite. „Wir wollen ein ganz neues System aufbauen“, kündigte sie an.