Villa Falkenhorst: Neues Leben in alten Gemäuern

Vorarlberg / 19.12.2019 • 12:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Thomas Bitsche sorgt als Obmann des Kulturvereins für Umtrieb.

Thüringen Weihnachten ist eine besondere Zeit, auch in der Villa Falkenhorst in Thüringen. Dort findet schon traditionell die Einstimmung auf das vielleicht schönste Fest im Jahreskreis statt. So laden die Bürgermeister der Region und der Verein Villa Falkenhorst auch heuer wieder zur „Weihnacht auf Falkenhorst“ ein. Morgen, Samstag, 21. Dezember 2019, wird der Park in vorweihnachtlicher Stimmung erstrahlen, und mittendrin statt nur dabei wird einmal mehr Thomas Bitsche (60) sein. Seit fünf Jahren steht der Optikermeister dem Kulturverein Villa Falkenhorst vor und versucht, das edle Ambiente des Hauses mit Leben zu füllen. Dazu gehören vor allem Konzerte und Ausstellungen. Der Kulturverein stellt sich immer auch in den Dienst der guten Sache. So kommen die Erlöse aus der Weihnacht auf Falkenhorst diesmal dem „Netz für Kinder“ zugute. „In diesem Sinne freuen wir uns natürlich auf viele Besucher“, macht Bitsche aus diesem Grund gerne Werbung in eigener Sache.  

Menschen begeistern

Etwas unternehmen, etwas bewegen, Menschen begeistern und dabei Nützliches zu tun, war und ist seine große Leidenschaft. Das manifestierte sich in seinem Beruf, und es zeigt sich in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Obmann des Kulturvereins. Mit gerade einmal 22 Jahren gründete Thomas Bitsche in Bludenz ein 1-Mann-Geschäft. Heute gibt es zusätzlich Geschäfte in Dornbirn und Thüringen, in denen 16 Mitarbeiter tätig sind. 2014 übernahm Sohn Simon die operativen Geschäfte. Seitdem bleibt dem Vater mehr Zeit, seinen Hobbys nachzugehen, die da unter anderem sind: Literatur, klassische Musik und Chorgesang. „Nachdem meine persönlichen Vorlieben gut zum Kulturprogramm der Villa Falkenhorst passten, habe ich zugesagt, die Obmannschaft des Kulturvereins zu übernehmen“, berichtet Bitsche von seinen Anfängen. Die Anfrage kam vom damaligen Obmann, Alt-Bürgermeister Helmut Gerster. „Er hatte erfahren, dass ich über ein neues Zeitpotenzial verfüge“, sagt Thomas Bitsche mit einem Schmunzeln. Inzwischen befindet er, etwas blauäugig gewesen zu sein, denn der Aufgabenbereich ist sehr vielfältig und erfordert entsprechendes Engagement.

Viele Vorzüge

Seine Aufgabe erledigt der Thüringer trotzdem mit viel Begeisterung. „Wir haben in Thüringen ideale Voraussetzungen. Die Gemeinde ist Besitzerin der Villa Falkenhorst, wir haben eine wunderbare hauptamtliche Geschäftsführerin und einen ebenso aktiven wie kompetenten Vorstand“, listet der Obmann die Vorzüge auf. Seine vorrangige Aufgabe sieht Thomas Bitsche darin, zu schauen, dass es allen gut geht, in und mit der Villa Falkenhorst. Er denkt dabei auch an die Nachbarn, die vor allem im Sommer wohl oft nicht ganz freiwillig viele Konzerte miterleben müssten.

Für das, was er tut, nimmt sich Bitsche stets genügend Zeit. „Die besten Ideen entstehen bei mir nicht beim Arbeiten, sondern in der Freizeit, wenn der Kopf frei ist den Gedanken ebenfalls freier Lauf gelassen werden kann“, verrät er. Bei langen Wüstenwanderungen oder in Höhen jenseits der Viertausender gebiert der umtriebige Unternehmer verschiedenste Pläne, die er dann im Alltag umzusetzen versucht. Wertvolle Ratgeber sind dem Radfahrer, Skitourengeher und Wanderer dabei seine Frau und seine Mitarbeiter. Auf diese Weise entstehen manchmal über Wochen neue Konzepte, die mitunter bis zu 500 Menschen in den romantischen Park der Villa Falkenhorst locken. Thomas Bitsche erzählt gerne davon, dass etwa die Holstoaner oder die Fäschtbänkler schon vor ihren großen Erfolgen auf Falkenhorst aufgetreten sind.