„Bitte nicht derselbe Zirkus im Winterpalais“

Vorarlberg / 20.12.2019 • 19:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit Jonglierbällen, Einrad und Instrumenten zog die Bewegung durch die Bregenzer Innenstadt, um den „Zirkus der UN-Klimakonferenz“ zu inszenieren. VN/Paulitsch
Mit Jonglierbällen, Einrad und Instrumenten zog die Bewegung durch die Bregenzer Innenstadt, um den „Zirkus der UN-Klimakonferenz“ zu inszenieren. VN/Paulitsch

Bregenz Am letzten Freitag vor Weihnachten hat die Vorarlberger „Fridays for Future“-Gruppe ihre Aktionen fortgesetzt, um auf die Ereignisse der 25. UN-Klimakonferenz (COP), die vergangenen Freitag in Madrid zu Ende gegangen ist, aufmerksam zu machen. „Wir können den Schandtaten von unserern gewählten Vertretern nicht mehr länger zusehen“, erklärt Aktivistin Emelie Mahmud (15). Aus diesem Grund inszenierte ein Dutzend Jugendliche vor dem Landhaus eine Zirkusvorführung als Anspielung auf den „Zirkus auf der UN-Klimakonferenz.“

Mit Jonglierbällen, Einrad und Instrumenten zog die Bewegung durch die Bregenzer Innenstadt. „@Kurz & Kogler – Bitte kein COP Zirkus 2.0“ stand auf einem selbstgestalteten Banner. „Wir erwarten uns von den Koalitionsverhandlern im Wiener Winterpalais, dass sie nicht denselben Zirkus wie die Verantwortlichen der Klimakonferenz machen, sondern ernsthafte Maßnahmen ergreifen.“ Die Bewegung kritisiert, dass die internationale Staatengemeinschaft keine Maßnahmen beschlossen hat, die aus wissenschaftlicher Sicht notwendig wären, um die Klimakrise zu stoppen. Man habe die Jugend weltweit enttäuscht, sagt Aktivist Aaron Wölfling (18). Die Umweltbewegung fordert unter anderem eine ökosoziale Steuerreform ab 2020, den Ausstieg aus fossiler Energie und den Stopp von klimaschädlichen Großprojekten.