Großer Bahnhof für das Friedenslicht

Vorarlberg / 20.12.2019 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
ÖBB-Zugbegleiter Felix Wechselberger (r.) übergab das Friedenslicht an Vertreter der Pfadfinder und der Feuerwehrjugend. <span class="copyright">VN/Paulitsch  </span>
ÖBB-Zugbegleiter Felix Wechselberger (r.) übergab das Friedenslicht an Vertreter der Pfadfinder und der Feuerwehrjugend. VN/Paulitsch

Am Freitagnachmittag traf die Laterne per Zug in Bregenz ein.

Bregenz Der ÖBB-Railjet 662 hatte am Freitag eine ganz besondere Ladung an Bord: das Friedenslicht aus Bethlehem, das Ende November von Victoria Kampenhuber (11) aus Oberösterreich, dem diesjährigen Friedenslichtkind, in der Geburtsgrotte Jesu entzündet wurde. Von Israel ging es per Flugzeug in einem speziellen Behältnis nach Linz. Am vergangenen Samstag fand in Wien die große Friedenslichtfeier statt. „Es waren Pfadis aus der ganzen Welt dort, sogar aus den USA. Bevor wir auf die Messe gegangen sind, waren wir im Heeresgeschichtlichen Museum bei ,Kriege gehören ins Museum'“, erzählt Paula Wingert (17) vom Jugendrat der Vorarlberger Pfadfinder. Die Delegation transportierte das Friedenslicht in zwei Minibussen nach Vorarlberg. Am Freitag fuhr es ganz offiziell in Bregenz ein. Ein wahrlich großer Bahnhof am Bahnhof!

Empfang am Bahnsteig

Pünktlich um 15.17 Uhr war es so weit. Als sich die Türen des Railjets öffneten, stieg ÖBB-Zugbegleiter Felix Wechselberger mit einer weißen Laterne aus dem Zug. Bischof Benno Elbs, Landtagspräsident Harald Sonderegger, der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart und ORF-Landesdirektor Markus Klement waren ebenso gekommen wie Pfarrer Michal Meyer von der Evangelischen Pfarrgemeinde, Johannes Okoro von den Altkatholiken, Corinna Neunteufel von der Bahá’i-Gemeinde sowie Vertreter der Pfadfinder und Feuerwehrjugend, um das Friedenslicht direkt am Bahnsteig 3A-B in Empfang zu nehmen.

Über 30 Länder

Bis Weihnachten wird das leuchtende Symbol des Friedens in mehr als 30 Ländern in ganz Europa, aber auch in den USA und einigen Ländern Südamerikas verteilt. In Vorarlberg kann es am 24. Dezember an allen besetzten Bahnhöfen, beim Roten Kreuz oder bei den Feuerwehren abgeholt werden.