Als ich noch ans Christkind glaubte

Vorarlberg / 23.12.2019 • 19:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Prominente Vorarlberger erinnern sich an ihre Kindheit.

Schwarzach Nur noch wenige Stunden, dann ist es soweit: Das Christkind kommt! An wohl keinem anderen Tag im Jahr liegt so viel Magie und Mystik in der Luft wie an Weihnachten.

Schon Wochen im Voraus werden eifrig Wunschzettel geschrieben und ungeduldig die Tage bis zur Bescherung gezählt. Der Moment, in dem das Glöckchen erklingt, die verschlossene Tür aufgeht und sich die Wünsche wie von Zauberhand erfüllen, ist unbeschreiblich. Kein Wunder, dass für viele Erwachsene der Heilige Abend ein Stück von seinem Zauber verliert, wenn klar wird, dass es das Geschenke bringende Wesen doch nicht gibt. Vielfach waren es die Eltern, die Kindergarten- und Schulfreunde oder die älteren Geschwister, die mit der unerbittlichen Wahrheit herausrückten. Drei Vorarlberger Persönlichkeiten haben für die VN in ihren Fotoalben gestöbert und erzählen, wie es damals war, als sie noch ans Christkind geglaubt haben. Bischof Benno Elbs glaubt übrigens noch heute daran. „Das heißt: an den Mensch gewordenen Gott“, ergänzt der oberste Hirte der Diözese Feldkirch.

Als ich noch an das Christkind glaubte, war die Spannung größer, die Augen glänzender, der Schnee höher, gab es noch Eisblumen am Fenster, Sternspritzer ließen uns an Wunder glauben, die einfache, Lametta-behangene Fichte als ein Geschenk des Christkinds, die Krömle, welche es bei uns erst ab Heiligabend gab, schmeckten wie eine seltene Köstlichkeit, wir saßen mit roten Backen inmitten von Papierbergen am Boden und waren glücklich. Groß und klug ist’s nie so schön gewesen! Trotzdem freue ich mich schon wieder auf Weihnachten! Sehr! Gabi Fleisch, Kabarettistin (im Bild Mitte)

Als Kind hatte ich immer leuchtende Augen, wenn ein Paar Ski unter dem Christbaum gestanden ist. Bereits Wochen davor habe ich mich auf den Heiligen Abend und das Wiener Schnitzel aus Mutters Küche gefreut. In den Weihnachtsferien stand ich dann fast durchwegs im Skigebiet Gurtis auf den Skiern. Landeshauptmann Markus Wallner

Ich erinnere mich noch gut, als wir als Kinder immer ganz gespannt auf das Christkind gewartet haben. Die Stube war bereits am Morgen des 24. Dezembers verschlossen. Unsere Eltern haben uns erzählt, dass da drinnen das Christkind am Werk sei. Am Abend läutete dann das Glöckchen und die Tür zur Stube ging plötzlich auf. Am Baum brannten die Kerzen und schön verpackt hatte das Christkind für jeden von uns etwas da gelassen. Übrigens: Ans Christkind, d.h. an den Mensch gewordenen Gott, glaube ich bis heute :). Bischof Benno Elbs (im Bild rechts)