Erfreuliche erste Bilanz für Naturprogramm Vielfalter Schulen

Vorarlberg / 23.12.2019 • 18:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Schüler lernen die Naturvielfalt Vorarlbergs kennen. inatura
Die Schüler lernen die Naturvielfalt Vorarlbergs kennen. inatura

Acht Schulen mit 20 Klassen und 290 Schülern nehmen bereits teil.

Bregenz Im Herbst 2019 wurde das Progamm Vielfalter Schule gestartet. Die erste Zwischenbilanz ist erfreulich, es nehmen bereits acht Schulen mit zwanzig Klassen und 290 Schülern in Vorarlberg teil.

Angesprochen werden mit dem Programm Volksschulen sowie Neue Mittelschulen und die Unterstufen der Gymnasien. Die Inhalte des Tages in der Natur werden auf den jeweiligen Lehrplan abgestimmt und stehen auch immer im Bezug zur Standortgemeinde der Schule bzw. der Region. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Großlebensräumen Vorarlbergs: Wasser, Wald, Wiese und Gebirge. Ausgebildete  Naturführer begleiten die Kinder zehn Mal im Schuljahr, also monatlich, und vermitteln ihnen mit einem auf den Lehrplan abgestimmten und vielfältigen naturpädagogischen Programm die Naturbesonderheiten des Landes.

„Die Vielfalter-Tage sind eine riesengroße Bereicherung für unsere Schule“, betonen die Lehrerinnen Sabrina Meese und Lisa Peter von der Volksschule Bersbuch. Die Kinder würden sich immer schon auf die Ausflüge freuen. „Das Lernen in der Natur weckt bei den Kindern ein Bewusstsein und eine Wertschätzung für die Schönheit und Vielfalt unserer Umgebung.“ Landesrat Johannes Rauch streut dem Programm in einer Aussendung Rosen: „Ich bin mir sicher, dass die Vielfalter Schulen unser Land nachhaltig verändern werden.“ Das Team der inatura und die Lehrer würden im Rahmen des Programms „neue Naturwelten eröffnen“.

„Draußen unterrichten“

Mit den Projekten „Vielfalter Schule“ und „inatura outdoor“ hat die inatura große Schritte im Bereich „draußen unterrichten“ gesetzt. Sie ergänzen die seit Jahren gepflegten museumspädagogischen Angebote. „Die gesellschaftliche Relevanz solcher Programme ist unbestritten, denn draußen zu unterrichten fördert auf so vielen Ebenen“, erklärt inatura-Direktorin Ruth Swoboda. „Vor allem weckt es Emotionen für die Naturbesonderheiten unseres Landes.“

Neben den Programmen für Volksschulklassen und Mittelschüler wurde heuer auch eine Vielfalter-Ausbildung für die Schüler der Gascht durchgeführt. Dabei gab es vier mehrtägige Outdoor-Module, in denen die Naturbesonderheiten Vorarlbergs erforscht wurden. Neben den naturkundlichen Inhalten wurde dabei auch der Bezug zu Natur, Naturschutz und Tourismus hergestellt. 43 Schüler der Gascht-Standorte Bezau, Hohenems und Bludenz haben die Vielfalter-Ausbildung nach einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen.