Fragen zu Kälbertransporten

Vorarlberg / 23.12.2019 • 19:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Task-Force-Ergebnis enthält bekannte Forderungen, sagt FPÖ-Allgäuer.

Bregenz Nicht erst dieser Tage steht das Thema Kälbertransporte auf der landespolitischen Agenda. Seit mehreren Jahren beschäftigt der Umstand, dass Tausende männliche Kälber ins Ausland exportiert werden, für Aufregung. Im Februar 2019 beschloss der Landtag auf Antrag der FPÖ mehrere Punkte, um die Zahl der Transporte einzudämmen: Ein regionaler Schlachthof soll entstehen, eine Vermarktungsoffensive starten, Kreuzungszucht soll forciert und weitere Märkte erschlossen werden, etwa in Küchen von Gemeinden, Sportvereinen, Alp- und Schutzhütten. Außerdem soll die Landesregierung auf europäischer Ebene darauf einwirken, dass sich die rechtliche Situation verbessert. Alle Forderungen finden sich nun auch in den 18 Empfehlungen der Task Force Tierschutz. FPÖ-Landtagsabgeordneter Daniel Allgäuer ist deshalb enttäuscht: „Eine hochkarätige Arbeitsgruppe findet heraus, was schon bekannt ist. Die Regierung muss endlich ins Tun kommen, anstatt ständig nur darüber zu reden.“ In einer Anfrage möchte die FPÖ deshalb von Landesrat Christian Gantner (ÖVP) wissen, wie weit die Maßnahmen sind, die im Februar 2019 beschlossen wurden.

Beim Schlachthof tut sich offenbar etwas. In der jüngsten Regierungssitzung beschloss die Landesregierung, den Auftrag zu vergeben, ein Konzept für die Umsetzung eines regionalen Schlacht- und Zerlegezentrums als Alternative zum bestehenden Schlachthof in Dornbirn zu vergeben. VN-mip

„Die Regierung muss endlich ins Tun kommen, anstatt ständig nur darüber zu reden.“